Gemeinden mobil in Tirol und Südtirol

Gemeinde: Zusammenschluss Tiroler Gemeinden, Bundesland: Tirol

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at

Weblink Gemeinde: www.gemeindenmobil.at

Kurzbeschreibung:
"Gemeinden mobil" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und Klimabündnis Tirol, unterstützt mit nationalen Mitteln des Landes Tirol sowie kofinanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - INTERREG IV A. Aktuell nehmen 51 Gemeinden aus Tirol und Südtirol am Interreg-Projekt teil und suchen gemeinsam Wege zur Reduktion der Verkehrsbelastung. 2006 mit zunächst zehn Gemeinden von Klimabündnis Tirol als Pilotprojekt gestartet, erfuhr "Gemeinden mobil" aufgrund der guten Erfahrungen und durch die Unterstützung vom Land Tirol rasch eine Erweiterung.

icon Mobilität

Projektkategorie:
Mobilität

Ansprechperson:
Klimabündnis Tirol

Anna Schwerzler

Tel.: 0512 583558

E-Mail: tirol@klimabuendnis.at

Persönliches Statement:

„Ziel von Gemeinden mobil ist die Förderung umweltfreundlicher Mobilität vor Ort. Wir freuen uns sehr, dass die Resonanz und das Engagement der Gemeinden so hoch ist.“

Anna Schwerzler

GemeindevertreterInnen aus Tirol und Südtirol

Projektinhalt und Ziel:

Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die intensive Information der BürgerInnen über die Vorteile der verschiedenen umweltfreundlichen Mobilitätsangebote. Ziel ist es, Zugangsbarrieren zu beseitigen und die Nutzung von Bus und Bahn, Radfahren und Zufußgehen bei der Bevölkerung wieder "in" zu machen. Gemeinden mobil" nutzt zudem die Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit der Gemeinden und der Lösung gemeinsamer Problemstellungen ergeben und bietet zahlreiche Vernetzungsangebote für Gemeinden.
 

Projektablauf:

Der Projektstand in den Teilnehmergemeinden ist aufgrund der zeitlich verschobenen Beitritte noch sehr unterschiedlich. Grundlegend für eine Teilnahme ist die Einrichtung einer Mobilitätsauskunft auf dem Gemeindeamt. Geplant sind überdies Initiativen zur Förderung des Radverkehrs und Schulprojekte.

Vorerst liegt das Augenmerk in der Einrichtung lokaler Mobilitätsauskunftsstellen in den Gemeindeämtern. Sie sind das Kernstück von "Gemeinden mobil". Dazu werden eigene MobilitätsberaterInnen ausgebildet, die den BürgerInnen das öffentliche Verkehrsangebot in der Gemeinde näher bringen. Zu den Serviceleistungen zählen mündliche Fahrplanauskunft zum lokalen Bus- und Bahnangebot, adressgenaue Fahrpläne, handliche lokale Taschenfahrpläne, eine Internet-Fahrplanauskunft, Informationspakete für Neuzugezogene, Gratis-Schnuppertickets, Informationen zur Fahrplatzvermittlung compano-tirol.at etc. Zusätzlich wird von den Gemeinden über Fahrplanänderungen in den Gemeindezeitungen und über Flugblätter informiert.

In einem zweiten Schritt sollen alle Formen umweltfreundlicher Mobilität im Rahmen der Mobilitätsauskunft thematisiert werden. So haben in Tirol bereits einzelne Gemeinden ihre Mobilitätsauskunft mit dem Thema Radverkehr ergänzt. Wichtiger Bestandteil von Gemeinden mobil sind auch Beratungsleistungen für Gemeinden zur Verbesserung der Infrastruktur umweltfreundlicher Mobilitätsangebote. Zudem werden Initiativen wie die Einführung von Dienstfahrrädern oder die Förderung von E-Bikes angeregt.

Großer Wert wird auf die Vernetzung und den Austausch der ProjektpartnerInnen, der GemeindevertreterInnen und der MobilitätsberaterInnen gelegt. Dazu werden unter anderem Workshops und Schulungen für die zuständigen MobilitätsberaterInnen der Gemeinden angeboten. So werden die BeraterInnen beispielsweise in die Bedienung von Fahrplanauskünften im Internet eingeschult und auch ständig über aktuelle Entwicklungen von den Verkehrsunternehmen informiert. Überdies gibt es eine Projekthomepage, auf der auch ein interner Bereich für die Vernetzung der Gemeinden zur Verfügung steht (beispielsweise können hier verschiedene Artikel für die Gemeindezeitung heruntergeladen werden). Eine Vernetzung erfolgt aber auch auf Ebene der GemeindevertreterInnen über die jährliche Impulsveranstaltung zu innovativen Verkehrsprojekten. Bei den Impulsveranstaltungen zu vorbildlichen Verkehrsinitiativen könnten sowohl in Nordtirol (November 2008) als auch in Südtirol (Oktober 2009) über 100 TeilnehmerInnen begrüßt werden. Zudem werden gemeinsame Öffentlichkeitsarbeitsschwerpunkte gesetzt (bspw. die Bewerbung der neuen Fahrpläne bei Fahrplanwechsel, Frühjahrs-Check fürs Fahrrad,…). In Tirol wird darüber hinaus die Zeitung "Gemeinden mobil" herausgegeben.

Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) und die Verkehrsunternehmen ÖBB, Postbus und Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) unterstützen „Gemeinden mobil“ bereits seit 2006 mit verschiedenen Beratungsleistungen und Serviceangeboten.

Projektpartner: LHSTv. Anton Steixner (Tirol) und LR Thomas Widmann (Südtirol)

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Das Projekt wird mit Mitteln der EU und des Landes Tirol finanziert und von  Verkehrsverbund Tirol, ÖBB, Postbus und IVB finanziell unterstützt. Für Gemeinden fallen vereinzelt Druckkosten z.B. für Fahrpläne an, sowie Personalkosten an.

Projekterfolge:

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol 2007

Mobilitätsauskunft am Gemeindeamt

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Gemeinden eine hohe Bereitschaft aufbringen, eine Vielzahl von Informations- und Fördermaßnahmen zu setzen. Die Gemeinden konnten nicht nur innerhalb kürzester Zeit für das Projekt gewonnen werden, auch die Rückmeldungen an die Projektleitung waren durchwegs positiv. Alle Gemeinden wollten bei Befragung die begonnene Initiative weiterführen.

Motivationsfaktoren:

Die Anzahl der teilnehmenden Gemeinden konnte rasch aufgestockt werden. Das Ziel, bis 2011 50 teilnehmende Gemeinden zu haben, konnte schon früher erreicht werden. Außerdem wurde das Projekt im Jahr 2007 mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Tirol ausgezeichnet.
 

Projektrelevante Webadresse:

www.gemeindenmobil.at

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