Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP Wien)

Gemeinde: Stadt Wien, Bundesland: Wien

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at

Weblink Gemeinde: www.wien.at

Kurzbeschreibung:
Das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP Wien) ist das größte Umweltprogramm, das die Stadt Wien je durchgeführt hat. Das KliP Wien wurde nicht nur entwickelt, um Treibhausgase zu reduzieren und die Lebenssituation in Wien zu verbessern. Durch seine Vielzahl an Aktivitäten stärkt das KliP Wien auch den Wirtschaftsstandort Wien, indem es Wertschöpfung auslöst sowie Arbeitsplätze schafft und sichert.

icon Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung

Projektkategorie:
Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung

Mag.DDr. Christine Fohler-Norek (Fotocredit: Norbert Fohler)

Ansprechperson:
Mag. DDr. Christine Fohler-Norek

Tel.: 4000/75081

E-Mail: post@md-kli.wien.gv.at

Persönliches Statement:

Wien spart - dank des ambitionieren Klimaschutzprogramms - jährlich 3,1 Mio. Tonnen CO2 ein. Wir ruhen uns aber nicht auf bisherigen Erfolgen aus, ganz im Gegenteil, es ist noch viel zu tun. Mit der Fortschreibung des Wiener Klimaschutzprogramms welches bis zum Jahr 2020 gelten wird, werden im Zeitraum zwischen 2009 und 2020 zusätzlich ganze 1,4 Mio. Jahrestonnen an Treibhausgasemissionen eingespart werden. Darüber hinaus verbindet das KliP Wien die Reduzierung der Treibhausgase mit der Verbesserung der Lebenssituation, der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Stärkung des Wirtschaftstandortes Wien.

Mag. DDr. Christine Fohler-Norek, Klimaschutzkoordinatorin der Stadt Wien

PV Anlage - Bartensteinblock Wien

Projektinhalt und Ziel:

Das KliP Wien hat sich zum Ziel gesetzt, die jährlichen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2010 gegenüber dem Trendszenario um 2,6 Millionen CO2-Äquivalent zu verringern. Zu diesem Zweck enthält das KliP Wien 36 Maßnahmenprogramme mit insgesamt mehreren hundert Einzelmaßnahmen in den fünf Handlungsfeldern "Fernwärme- und Stromerzeugung", "Wohnen", "Betriebe", "Mobilität" und "Stadtverwaltung". Das KliP Wien wurde regelmäßig von der Österreichischen Energieagentur evaluiert.

„KliP II“ umfasst 37 Maßnahmenprogramme mit insgesamt 385 Einzelmaßnahmen in den fünf Handlungsfeldern:
• Energieaufbringung
• Energieverwendung
• Mobilität und Stadtstruktur
• Beschaffung, Abfallwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutz
• Öffentlichkeitsarbeit
 

Projektablauf:

Vor zehn Jahren - im November 1999 - hat der Wiener Gemeinderat das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliP Wien), zunächst mit einer Geltungsdauer bis Ende 2010, beschlossen. Um die Ziele des KliP Wien umzusetzen wurde in Wien eine eigene Klimaschutzkoordinationsstelle eingerichtet. Ein Kernteam initiiert, dokumentiert und evaluiert die geplanten Maßnahmen und wird dabei von einem ExpertInnen-Netzwerk aus verschiedenen Magistrats-Fachstellen sowie städtischen Unternehmungen und der Umweltanwaltschaft unterstützt.
Durch die konsequente Umsetzung der einzelnen Maßnahmen konnten seither mehr als 3 Millionen Jahrestonnen an Treibhausgasemissionen vermieden, Investitionen in Milliardenhöhe ausgelöst und zehntausende Arbeitsplätze gesichert werden. Noch vor dem Auslaufen des Programms geht das KliP Wien nun in die Verlängerung: "KliP II" wird bis Ende 2020 gelten und einerseits die erfolgreichen Maßnahmen intensiv fortsetzen, aber auch neue Themen in Angriff nehmen.

Durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen werden im Zeitraum zwischen 2009 und 2020 weitere 1,4 Millionen Jahrestonnen an Treibhausgasemissionen vermieden.
 

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Die Projekterstellung und Projektumsetzung erfolgt durch die MitarbeiterInnen der MD-Klimaschutzkoordination und dem ExpertInnennetzwerk während der normalen Arbeitszeit, deshalb können die Kosten nicht extra aufgeschlüsselt werden.

Nachweisbare CO2-Einsparung in Tonnen:

Mit den schon bisher durch das 1999 beschlossene KliP I vermiedenen 3,1 Millionen Jahrestonnen werden im Jahr 2020 aufgrund der Umsetzung des Klimaschutzprogramms rund 4,5 Millionen Jahrestonnen an Treibhausgasen vermieden. Gleichzeitig werden dadurch die jährlichen pro-Kopf-Emissionen Wiens bis 2020 um rund 21 % reduziert werden (bezogen auf 1990).
 

Projekterfolge:

* Climate Star Auszeichnung 2009, Kategorie "Sonderpreis" für das umfassendste Konzept.

* Wien hat die geringsten Pro-Kopf-CO2-Emissionen österreichweit
*Die Umsetzung des KliP Wien wird regelmäßig evaluiert. Der derzeit aktuelle Evaluierungsbericht der unabhängigen Österreichischen Energieagentur umfasst den Zeitraum 1999 bis 2007. Der Gesamtbericht ist nachzulesen unter: www.wien.at/umwelt/klimaschutz
(der Evaluierungsbericht 1999-2008 wird voraussichtlich im dezember 2008 publiziert werden)
Die zentralen Aussagen aus dem Evaluierungsbericht sind wie folgt:
* Alle Maßnahmenprogramme wurden in Angriff genommen. Durch deren Umsetzung konnten per Ende 2007 bereits jährlich 2,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden werden
* das absolute Ziel von 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent war bereits im Jahr 2006 erreicht worden.
* Bis zum KliP-Zieljahr 2010 wird daher eine deutliche Übererfüllung des ursprünglichen Zielwertes von 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent erzielt werden.
* Das KliP Wien ist aber nicht nur ein erfolgreiches Umweltprogramm sondern auch ein bedeutendes Wirtschaftspaket:
* Zwischen 1999 und 2007 wurden Investitionen in der Höhe von rund 10 Mrd. Euro ausgelöst, der Wertschöpfungseffekt betrug sogar rund 22 Mrd. Euro.
* Und in wirtschaftlich turbulenten Zeiten besonders wichtig: das KliP hat rund 55.000 Arbeitsplätze gesichert - das sind fast 7 % der in Wien unselbständig Beschäftigten!

U-Bahn, cc: Wiener Linien

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen werden im Zeitraum zwischen 2009 und 2020 weitere 1,4 Millionen Jahrestonnen an Treibhausgasemissionen vermieden. Die wichtigsten Schwerpunkte der geplanten Maßnahmen sind:

  • Erhöhung des Fernwärme-Anteils auf 50 %.
  • Weitere Forcierung der thermischen Gebäudesanierung.
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Reduzierung des Pkw-Verkehrs und Forcierung des Umweltverbundes unter Einbeziehung von öffentlichem Verkehr, Radverkehr und FußgängerInnenverkehrs.
  • Mehr als Verdopplung der durch erneuerbare Energieträger bereitgestellten Menge an Endenergie gegenüber 1990.

Projektrelevante Webadresse:

www.wien.at/umwelt/klimaschutz

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