Mobipark - Radständer in der Stadt Salzburg

Gemeinde: Stadt Salzburg, Bundesland: Salzburg

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at

Weblink Gemeinde: www.stadt-salzburg.at/

Kurzbeschreibung:
Anschaffung von Radständer für 1500 Räder: Mobile, klappbare Radständer für Großveranstaltungen, welche leicht transportiert, einfach aufgestellt und platzsparend gelagert werden können.

icon Mobilität

Projektkategorie:
Mobilität

Peter Weiss, Bildquelle: Stadt Salzburg

Peter Weiss 

E-Mail: peter.weiss@stadt-salzburg.at

Tel.: 0662 8072 2735

Persönliches Statement:

Es freut mich, dass die Radständer bei der Bevölkerung während der EM solchen Anklang gefunden haben. Es gab nur positive Rückmeldungen. Inzwischen sind schon viele Anfragen von Interessenten eingelangt, die Ständer ausleihen oder kaufen wollten. Die Ständer werden im Sommer bei Veranstaltungen, wie den Salzburger Festspielen weiter eingesetzt oder auch an Veranstalter verliehen. Damit sind sie eine Investition mit Nachhaltigkeit.

Radständer der Firma Innovametall, Fotoquelle: Stadt Salzburg

Projektinhalt und Ziel:

Im Zentrum stehen auf öffentlichen Flächen ca. 6000 Radständer zur Verfügung. Im Sommer besteht jedoch während der Festspielzeit und wenn große Veranstaltungen stattfinden, ein Bedarf für Radabstellplätze, der das Angebot bei weitem übersteigt. Das Chaos mit den wild abgestellten Rädern bei größeren Veranstaltungen war Auslöser für die Projektidee, den Veranstaltern einen speziellen Radständer kostengünstig (ev. nur Transportkosten) anzubieten.


Das Ziel ist die Förderung des Fahrrades als Zubringer zu Veranstaltungen. Außerdem sollen durch ein ausreichendes Ständerangebot Radfahrer auf die dafür vorgesehenen Flächen geleitet und Behinderungen durch wild geparkte Räder vermieden werden. Es wäre auch denkbar, im Zuge der Veranstaltungsbewilligung die Aufstellung einer ausreichenden Zahl von Radständern vorzuschreiben, um die chaotischen Zustände zu vermeiden.


 

Projektablauf:

In Zusammenarbeit mit der Fa. Technometall wurde bereits 2004 ein Prototyp gebaut. Eine Serienfertigung wurde aus finanziellen Gründen zurückgestellt.
Die Fußball Europameisterschaft 2008 (EM 08) war Anlass, das Projekt umzusetzen. Der Prototyp wurde im Frühjahr 2008 den politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit vorgestellt und sehr positiv aufgenommen.


Danach erfolgte die Ausschreibung für die Lieferung von Radständern für 1500 Fahrräder, aus der die Fa. Innovametall aus Linz als Billigstbieter hervorging. Während der Herstellung konnte noch die Stabilität verbessert werden. Die Lieferung, je Einheit mit drei bzw. vier Metallbügel, erfolgte rechtzeitig vor der Eröffnung der EM 08. Die Radständer wurden hauptsächlich entlang des Hauptradweges am Salzachufer in der Nähe der Fanzone aufgestellt und waren während der Spiele zu 100% ausgelastet. Aus Gründen der Vandalismusgefahr wurden die einzelnen Radständereinheiten mit Ketten zusammengehängt. Das Angebot der EM-Radständer wurde von den Fußballfans sehr positiv aufgenommen. Nach der EM 08 wurde ein Teil der Ständer wieder eingelagert und ein Teil beim Festspielhaus aufgestellt.


Durch persönliche Benutzung und Beobachtung durch den Radverkehrskoordinator und durch Rückmeldungen von Nutzern -hauptsächlich Magistratsmitarbeitern- wurde die praktische Anwendbarkeit überprüft. In der Praxis haben sich folgende Probleme/Verbesserungen ergeben:

- Die Radständer wurden teilweise verschoben, da die Kettenverbindung nicht stabil war. Lösung: In Zusammenarbeit mit der Fa. Innovametall / Linz wurden Verbindungstücke hergestellt, damit die Einheiten zu größeren Reihenanlagen fixiert werden können.
- Bei längerer Aufstelldauer empfiehlt es sich, die Reihen mit zwei Schrauben oder mit Gewichten an Anfang und Ende gegen Verschieben zu fixieren.
- Um den An- und Abtransport und die Lagerung noch einfacher und platzsparender zu machen, wurden eigene Transportgestelle gebaut, die übereinander gestapelt werden können.

Schwedische Fans bei der EM neben Fahrradständern, Fotoquelle: Stadt Salzburg

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Die Kosten für die Anschaffung der Radständer für 1500 Räder lagen bei ca. 75.000 € (50 € pro Abstellplatz) und wurden 2008 zur Gänze von der Stadt Salzburg getragen.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen:

keine Angaben

Projekterfolge:

In Zukunft werden die Ständer bei großen Veranstaltungen (Festspiele, Rupertikirtag, Linzergassenfest etc.) eingesetzt. Bei Bedarf können die Ständer an andere private oder öffentliche Veranstalter bzw. andere Städte und Gemeinden verliehen werden. Sinnvoll wäre, ähnlich wie bei den Absperrgittern für Veranstaltungen auch für Mobipark - Radständer zentrale Lager anzulegen und die Ständer kostenlos für Veranstalter zur Verfügung zu stellen.

Transportgestelle für LKW Beladung und platzsparende Lagerung, Bildquelle: Stadt Salzburg

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Folgende Vorteile zeichnen den Radständer aus:

- Klappbar, daher platzsparend transportierbar und einlagerbar, mit Transportgestell stapelbar (3 bis 4-fach übereinander), daher geringer Lagerflächenbedarf, 2-fach stapelbar beim Transport auf LKW
- Fördert die Diebstahlsicherheit bei Veranstaltungen, da das Rad mit dem Rahmen befestigt werden kann
- Wenig Personal- und Zeitaufwand bei Aufstellung und Abtransport
- Niedrige laufende Kosten

- klima:aktiv mobil Partnerschaft

Motivationsfaktoren:

Die Mobipark - Radständer tragen zur Imagesteigerung des Radverkehrs bei und sollen den Umstieg auf das Fahrrad fördern. Ihre Existenz ist Ausdruck die Wertschätzung der Stadt / des Veranstalters gegenüber der radfahrenden Bevölkerung. Sie erleichtern auf praktische Weise das Leben der RadfahrerInnen und tragen zur Diebstahlsicherheit bei. Der Einsatzbereich beschränkt sich nicht auf Veranstaltungen in Innenstädten. Auch bei Zeltfesten, sind sie ideale Standorte. 

Projektrelevante Webadressen:

link zur Homepage der Stadt Salzburg - Fahrradabstellanlagen

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