Soziale und ökologische Folgen des Rohstoffabbaus

Serie "Unser Griff nach den Rohstoffen": Teil 5 (Aluminium) + Teil 6 (Wasser)

pixelio.de / Mirko Marek

Rohstoff Aluminium

Aluminium erfreut sich aufgrund seiner Leichtigkeit großer Beliebtheit bei vielen kurzlebigen Produkten. Der Abbau von Bauxit zur Aluminiumgewinnung ist jedoch sehr energieintensiv und mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden. Regenwaldzerstörung und die Bedrohung der Lebensgrundlage von indigenen Völkern gehen mit dem großflächigen Abbau des Rohstoffes einher.

Einen Fage- und Antwortkatalog rund um die sozialen und ökologischen Probleme, die mit dem Konsum von Aluminium einhergehen, finden Sie hier

Darstellung des globalen Wasserverbrauchs; Quelle: www.worldmapper.org

Rohstoff Wasser

Die wohl wichtigste Ressource der Welt ist Wasser. Das Bevölkerungswachstum, steigender Konsum und die Auswirkungen des Klimawandels machen es notwendig diese lebenswichtige Ressource kritisch zu beleuchten. ExpertInnen gehen davon aus, dass das globale Konfliktpotenzial hinsichtlich Verknappung größer wird.

In Österreich vergisst man leicht, dass manche Dinge nicht selbstverständlich sind. Dass man beispielsweise nicht überall auf der Welt zu jeder Tages- und Nachtzeit einfach den Wasserhahn aufdrehen kann und dass das Nass dann zuverlässig und sauber fließt. Hierzulande verbrauchen wir pro Tag in etwa 135 Liter Wasser pro Tag. Doch längst gibt es nicht genügend Wasser für alle Menschen rund um den Globus. Einige Fakten hierzu:

  • 750 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Ein Drittel der Weltbevölkerung benutzt keine sogenannten verbesserten sanitären Anlagen, also solche, die Tieren unzugänglich sind und als nicht verunreinigt gelten.
  • 70 Prozent des weltweiten verbrauchten Wassers werden von der Landwirtschaft genutzt; in den am wenigsten entwickelten Ländern liegt die Quote bei 90 Prozent.
  • Etwa 30 Prozent des Wassers, das dem weltweiten Kreislauf entnommen wird, geht durch Lecks verloren. Dies betrifft auch marode Infrastruktur in den Industriestaaten: In London liegt der Verlust bei 25, in Norwegen bei 32 Prozent.
  • Um 1 Prozent jährlich hat sich seit 1980 die Grundwasserentnahme erhöht.
  • 78 Prozent der weltweiten Arbeitsplätze hängen von der Ressource Wasser ab. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO sind ein Prozent aller Arbeitnehmer direkt im Wassersektor beschäftigt.
  • 17 Prozent aller arbeitsbezogenen Todesfälle gehen auf ansteckende Krankheiten zurück. Schlechte Wasserqualität, mangelnde sanitäre Versorgung und Hygiene sind dafür laut Unesco die Hauptursachen.
  • Vier Milliarden Menschen weltweit leiden mindestens in einem Monat des Jahres unter Wasserknappheit, fast die Hälfte von ihnen in China und Indien.

Mit einer nachhhaltigen Nutzung der Ressource Wasser können wir einiges bewirken. Die Hintergründe und Lösungsvorschläge beleuchtet der folgende Kurzfilm

"Wassermangel - geht der Welt das Wasser aus?"

Rohstoff-Serie Teil 1-4

Im Rahmen des von der Austrian Development Agency (ADA) geförderten Projekts "Von schmutzigem zu nachhaltigem Gold" startete das Klimabündnis eine neue Rohstoffserie. Wir beleuchten in den folgenden Monaten, wie sich unser konsumorientierter, westlicher Lebensstil in den Herkunftsländern "unserer" Rohstoffe auf Mensch und Natur auswirkt. 

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