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Vertreten werden die indigenen Partner von der COICA, dem Dachverband der indigenen Organisationen des Amazonasgebietes.
Das Amazonastiefland in Südamerika umfasst ein Gebiet von rund 7.6 Millionen Quadratkilometern, vergleichbar mit der Größe Europas, und beherbergt eine unglaubliche biologische Vielfalt. Ein sogenannter Hot Spot der Biodiversität zeichnet dieses Gebiet aus, in dem die Mehrzahl der auf der Erde vorkommenden Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum gefunden haben. Vor allem die Lebensweise der rund 1.5 Millionen Indigenen ermöglichte den Erhalt dieser Vielfalt. 400 verschiedenen Völker mit unterschiedlicher Sprache und Kultur ist diese Lebensweise, die vor allem durch den Respekt gegenüber der Natur gekennzeichnet ist, gemeinsam.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts haben sich im Amazonasgebiet zahlreiche indigene Organisationen gegründet, deren Anliegen, der Erhalt und Schutz des Regenwaldes, untrennbar mit der Fortführung ihrer Lebensweise ist. Die COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) hat sich im Jahre 1984 als Dachverband aller indigener Organisationen des Amazonastieflandes gegründet und vertritt deren Interessen vor allem auf internationaler Ebene.
Die FOIRN, gegründet 1987, ist der Dachverband von über 90 indianischen Basisorganisationen im Gebiet des Rio Negro, nordwestlich von Manaus an der Grenze zu Kolumbien. In dem bislang erhaltenen Regenwaldgebiet leben 23 verschiedene indigene Völker mit insgesamt über 40.000 Menschen, die sich auf Hunderte kleine Siedlungen entlang der Flüsse verteilen.
Die FOIRN vertritt einerseits die indianischen Interessen auf nationaler und internationaler Ebene und verwirklicht andererseits ein umfassendes regionales Entwicklungsprogramm. Das Ziel ist eine selbstbestimmte und kulturell angepasste Entwicklung, bei der Mensch und Natur respektiert werden.
In diesem Sinne unterstützen die österreichischen Klimabündnisgemeinden seit 1992, gemeinsam mit der Österreichischen Entwicklungs-zusammenarbeit, das nachhaltige Regionalentwicklungsprogramm der FOIRN - Föderation der indigenen Organisationen vom Rio Negro - in Brasilien und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des auch für uns wichtigen Regenwaldes und zum Überleben von über 20 Indianervölkern mitsamt ihrer Kultur und ihrem großen Wissen über eines der wertvollsten Ökosysteme unserer Erde.
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