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In den letzten 200 Jahren seit der Industrialisierung wurde die Zusammensetzung der Atmosphäre stark vom Menschen beeinflusst. Derzeit verbrauchen wir an einem einzigen Tag mehr fossile Brennstoffe, als die Erde in 1000 Jahren erzeugt hat. Damit wird auch an einem einzigen Tag mehr Kohlendioxid freigesetzt, als zuvor in 1000 Jahren aus der Atmosphäre gebunden wurde, daher ist der überwiegende Anteil an der Erderwärmung vom Menschen verursacht.
Dies ist Konsens in der internationalen Klimaforschung. Insofern kann es heute nicht mehr darum gehen, ob der Mensch das Klima beeinflusst, sondern nur noch darum, inwieweit die Klimaveränderung noch minimiert werden kann.
Es sind nur wenige Länder die den Großteil dieses CO2-Anstiegs verursachen. Zwischen 1800 und 2000 geht der Anstieg der globalen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre zu 80 % auf das Konto der Industriestaaten. Unter der Prämisse, dass grundsätzlich jeder Mensch das gleiche Recht hat, die Atmosphäre zu benutzen, ist das große Ungleichgewicht zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden bedenklich: Würden alle 6 Milliarden Menschen so viel CO2-Emissionen verursachen wie der österreichische Durchschnittsbürger, würden sich die weltweiten CO2-Emissionen mit 40 Milliarden Tonnen pro Jahr nahezu verdoppeln. Einsparungspotentiale wären reichlich in den reichen Industriestaaten vorhanden. Durch Einsatz erneuerbarer Energien und ressourcenschonender Geräte wäre dies technisch kein Problem.
Klimatologen sagen für den Fall, dass nicht genügend gehandelt wird voraus, dass es einen so rasanten, globalen Temperaturanstieg geben wird, wie ihn die Menschheit noch nicht erlebt hat. Klimamodelle errechnen einen Temperaturanstieg von 1,5°C bis 4,5°C in den nächsten 100 Jahren.
Das Kyoto Protokoll liefert den aus Sicht der Klimaforscher notwendigen Klimaschutz allerdings in der gegenwärtigen Form nicht. Daher ist es das Anliegen des Klimabündnisses konkrete Maßnahmen in den Kommunen und Gemeinden mit deren Unterstützung und Mitarbeit durchzuführen.
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