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Gemeindeaktivitäten
Best Practice Projekt
Erhebung und Planung
- Energieerhebung / -buchhaltung: Machbarkeit wird derzeit geprüft
Energiesparen / Energie-Effizienz
- Passiv- und Niedrigenergiehaus: Mehrzweckanlage - moderner Holzbau mit begrüntem Dach und Pelletsheizung (für Feuerwehr und Blasmusik). Architekt: M. Kislinger, Architekturbüro "Hauptplatz 3", Horn
- Wärmedämmung: Gemeindeamt (denkmalgeschützte Fassade) oberste Geschoßdecke
- Andere bauliche Maßnahmen: Im kommenden Jahr wird die Gemeinde auf einem gemeindeeigenen Grundstück über einen Bauträger (Genossenschaft) ein Ortszentrum errichten lassen. Gemeindeamt, Post, Geschäfte, Bank, Versicherung, Wohnungen sollen dort Platz finden. Nach den Vorstellungen des Klimabündnis-Arbeitskreises soll dies ein klima:aktiv-Bauwerk werden um unserer Verantwortung als Klimbündnis-Gemeinde gerecht zu werden. Noch gibt es darüber keinen Konsens.
- ... durch entsprechendes Kaufentscheidungsverhalten: Die öffentliche Straßenbeleuchtung (620 Lichtpunkte) wird stufenweise von Quecksilberhochdruckdampflampen 80 Watt auf Natriumhochdruckdampflampen 70 Watt umgestellt. Höhere Lichtaubeute bei geringerem Stromverbrauch. Energieersparnis jährlich rund 27.000 Kilowatt und 4.300,-. Ökonomisch und ökologisch sinnvolle Maßnahme (Schutz von Nachtpfauenauge, Goldeule etc. weil UV-Anteil bei Natriumdampflampen fehlt und die Tiere nicht anlockt und tötet.)
Gemeinde achtet bei Neuanschaffungen auf die Energieeffizienzklasse.
- Sparsamerer Umgang mit Energie im Einflussbereich der Gemeinde im Alltagsverhalten: In unserem kleinen Gemeindeamt arbeiten sechs Damen, die Amtsleiterin ist sehr engagiert und achtet auf sparsamen Umgang mit Energie im Büroalltag.
- Raumplanung/ -ordnung (Bebauungsplan, örtliches Entwicklungskonzept, etc.): Die Gemeinde bietet einmal monatlich eine kostenlose Bau- und Energieberatung, bei der sich jede(r ) private Bauherr/frau über die optimale Situierung des Hauses im Rahmen der NÖ Bauordnung informieren kann.
Leider sind den Gemeinden hier enge Grenzen gesetzt, teils durch bestehende Bebauungspläne, teils durch das Raumordnungsgesetz des Landes.
Erneuerbare Energie
- Hackschnitzel (inkl. Nah- und Fernwärme): Versorgung der Landwirtschaftlichen Fachschule Norbertinum durch ein Hackschnitzelfernheizwerk. (Errichtet wurde die Anlage allerdings nicht durch die Gemeinde, sondern durch Land NÖ und EVN)
- Pellets-, Moderne Stückholzheizung für Ein- und Mehrfamilienhäuser: Anstatt der geplanten Gasheizung wurde in der Mehrzweckanlage im Jahr 2002 eine Pelletsheizung eingebaut
- Thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung: Im Kindergarten Tullnerbach wurde 2006 eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung eingebaut.
- Erdwärme und Wärmerückgewinnung aus Quellen, etc.: Kindergarten wird großteils mit Erdwärmepumpe beheizt.
Gemeindeförderungen
- Die Gemeinde Tullnerbach fördert:
-Solaranlagen mit 450,- Diese Förderung gibt es seit 1993, 2006 wurde der Förderbetrag erhöht. Bisher wurden rund 40 Anlagen gefördert. -Gemeinde fördert die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen mit 720,- und gewährt zusätzlich einen "Solarstromökobonus", das ist die Differenz zwischen dem Einspeisetarif den der Energieabnehmer z.B. EVN pro kWh bezahlt und 0,72. Das heißt, der Photovoltaikbetreiber erhält für seinen Strom in jeden Fall 0,72/kWh, egal wie hoch - oder niedrig - der Einspeisetarif ist. (Diese Förderung gibt es seit 1996. Derzeit laufen 2 Anlagen). -Wärmedämmung, Fenstertausch mit 450,- Diese Förderung gibt es seit 1996, 2006 wurde sie erhöht. Bisher wurden 32 Anlagen gefördert. -Heizkesseltausch mit 150,- (bis 2006 wurden 44 Anlagen gefördert). Seit 2006 werden nur noch biogene Brennstoffe gefördert. Bisher wurden 12 Anlagen gefördert. -Wärmepumpen zur Heizung (monovalenter Betrieb) mit 150,- Förderung gilt seit 2007 Beworben werden die Förderungen in den diversen Parteizeitung (Gemeindezeitung gibt es nicht), in den Aussendungen des Bürgermeisters und im "Lichtblick", der Zeitung des Klimabündnis-Arbeitskreises.
Öffentlichkeitsarbeit zu Energie
- Materialien, Aussendungen, Artikel in Gemeindezeitung: Der KB-AK gibt 4x jährlich eine eigene Zeitung ("Lichtblick"- "neueste" Ausgabe beschäftigt sich mit Energiesparen im Haushalt) heraus, die mit den Informationen des Bürgermeisters an jeden Haushalt gesendet wird.
- Veranstaltungen, Exkursionen, etc.: DIe Impulsveranstaltung für den KB-AK war eine Exkursion nach Stetteldorf in das dortige Stroh-Fernheizwerk, dann zu einem Bauern, der Sonnenblumenöl presst und damit seinen Traktor füttert, anschließend zum Heurigen.
Energie-Info-Abende jeden Monat für die Mitarbeiter der Klimabündnis-Arbeitskreise aus Tullnerbach, Pressbaum und Wolfsgraben und 4x jährlich große Veranstaltungen z.B.: Solaranlagen gemeinsam günstig einkaufen, Pelletseinkaufsgemeinschaft, Althaussanierung - aber wie? Jährlich gibt es zwei Exkursionstermine, bei denen Solar-, Pellets- und Photovoltaikanlagen in der Gemeinde besichtigt werden können- Erfahrungsaustausch mit dem Betreiber/ der Betreiberin.
- Beratungen für Privatpersonen: Bei den Energie-Info-Abenden
- Sonstiges: Kostenlose Energie- und Bauberatung einmal monatlich im Gemeindeamt (Ing. Krenmayer).
Projekte und Maßnahmen
- Raumplanung und Nahversorgung: Wir haben keine neu gewidmeten Baugründe - nur alte, gewachsene Siedlungsstrukturen. Nahversorgung scheitert am Problem, dass die Leute lieber weit fahren, um billiger im Supermarkt einkaufen zu können.
- Gehen: Seepromenade - 4 km langer Rundweg rund um den Wienerwaldsee.
- Öffentlicher Verkehr inkl. Anrufsammeltaxi: Die Gemeinde beteiligt sich am "ÖBB-Nachttaxi" - einem Zug, der am Wochenende nach 00.00 Uhr vom Westbahnhof bis Rekawinkel fährt und nur durch die finanzielle Beteiligung der Gemeinden ermöglicht wurde.
Das abendliche Anrufsammeltaxi ins Irenental (gemeinsam mit Purkersdorf) wurde vor 4 Jahren wegen zu geringer Akzeptanz und zu hohen Kosten eingestellt.
- Verkehrsorganisation (z.B. Tempo 30): In einigen Siedlungsstraßen Tullnerbachs wurde Tempo 30 verordnet - eingehalten wird das Tempolimit allerdings nur, wenn sich herumspricht, dass kontrolliert wird.
Projekte und Maßnahmen
- Maßnahmen für den Produzenten: Tullnerbach ist seit 2006 Mitglied im "Bodenbündnis"
Die Gemeinde gewährt Landwirten eine "Ackerprämie", damit das Land bebaut und die Kulturlandschaft im Wienerwald erhalten bleibt. (Im Gegensatz zum Tullnerfeld sind Ackerflächen bei uns nicht selbstverständlich.)
- Gemeinde als Konsument - Einsatz (bzw. Vermarktung) der Produkte: Der Geschenkkorb der Gemeinde enthält viele Produkte örtlicher Landwirte.
Bei Veranstaltungen des Klimabündnisses (z.B. Flohmarkt) werden ausschließlich Produkte aus dem Bioladen des "bio-erlebnis-norbertinum" angeboten. Leider gibt es keinen örtlichen Bio-Bauern mehr.
Öffentlichkeitsarbeit
- Artikel in Parteizeitungen (UFO-Die Grünen) Z.B. CO2-Bilanzen verschiedener Lebensmittel aus Übersee im Vergleich zu heimischen Produkten.
Projekte und Maßnahmen
- In der öffentlichen Verwaltung (Gemeinde als Konsument): In Zusammenarbeit mit dem Abfallverband Tulln (Einkaufsgemeinschaft) wird seit 2006 nur noch Recyclingpapier für den Schriftverkehr der Gemeinde verwendet.
Seit etwa 10 Jahren gibt es einen Gemeinderatsbeschluss, auf die Verwendung von Tropenholz und PVC-hältigen Produkten zu verzichten. Bei Tropenholz ist es leicht, bei PVC ist die Kontrolle schon schwieriger (z.B Ummantelung von Elektrokabel.)
- Klimabündnispartnerschaft / Partnerschaft mit den indigenen Völkern am Rio Negro: Vortrag,
2006 haben wir uns mit einer bunten Veranstaltung am "Tag der Sonne" beteiligt und 550,- eingenommen. Dieser Betrag wurde an das Klimabündnis-Österreich zu Handen Herrn Kandler überwiesen, um unsere Bündnispartner am Alto Rio Negro zu unterstützen.
- Regenwaldschutz durch entsprechendes Kaufverhalten der Gemeinde: Seit etwa 10 Jahren gibt es einen Gemeinderatsbeschluss, auf die Verwendung von Tropenholz zu verzichten. Bei Tropenholz ist die Kontrolle leicht
- FAIRTRADE-Produkte Verwendung in den kommunalen Einrichtungen: Bei Klimabündnis-Veranstaltungen wird das "Solar-Cafe" eigesetzt. Heißes Wasser wird dabei über eine Solar-Kollektor erzeugt. Der Kaffee stammt von Fairtrade.
- FAIRTRADE-Produkte Einkauf, Gastronomie: Billa, Spar
- FAIRTRADE-Produkte Öffentlichkeitsarbeit: Bei Klimabündnis-Veranstaltungen wird das "Solar-Cafe" eigesetzt. Heißes Wasser wird dabei über eine Solar-Kollektor erzeugt. Der Kaffee stammt von Fairtrade.
- CO2-Bilanzierung: Ist derzeit (2007) von Klimabündnis -Österreich in Arbeit
- Bereichsübergreifende Öffentlichkeitsarbeit: Klimatipps in der KB-AK-Zeitung "Lichtblick",
Teilnahme an den Gemeinde-Foren der Umweltberatung, Teilanahme am NÖ Klimatag, Teilnahme an diversen Veranstaltungen des Landes und der NÖ Landesakademie. Teilnahme am NÖ Ökomanegment-Seminar 2006, seit drei Jahren Teilnahme an der Ökostaffel
- Schulen der Gemeinde: Wir haben keine Schule, unser Kindergarten unterstützt aber die Grüne-Meilen-Kampagne
- Vereine der Gemeinde: Teilnahme der Gemeinde an der NÖ-Aktion "Gesunde Gemeinde", deren Mitglieder sich an der Ökostaffel beteiligen
- Anderen Arbeitskreisen der Gemeinde: siehe vorherigen Punkt "Vereine der Gemeinde"
- Mit benachbarten Gemeinden bzw. Gemeinden der Region: Tullnerbach, Pressbaum arbeiten über den Klimabündnis-Arbeitskreis eng zusammen, Wolfsgraben beteiligt sich ebenfalls schwerpunktmäßig.
Im vergangenen Jahr haben sich alle drei Gemeinden mit einem gemeindeübergreifenden Konzept bei der Kampagne "Lach dir die Sonne an" beteiligt und zu unserer großen Freude einen Sonderpreis erringen können. Derzeit arbeiten wir an der Umsetzung. In allen drei Gemeinden werden jeweils zwei "Klimabündnis-Flohmärkte" jährlich abgehalten unter dem Motto: Wiederverwerten statt Wegwerfen
Gründung: Oktober 2005 Treffen/Jahr: 1x monatlich Mitgliederanzahl: 5 - 10 Personen Zusammensetzung: Interessierte BürgeInnen, GemeinderätInnen, parteipolitisch unabhängig Aufgaben: Der AK behandelt klimarelevante Themen und erarbeitet Vorschläge für den Gemeinderat, bereitet Veranstaltungen vor. Eigenes Budget: Ja
Stand: Berichtlegung 2007
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