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Bei strahlendem Sonnenschein platzte der Feldkirchner Bahnhof aus allen Nähten. Über 300 Fahrgäste waren gekommen um bei der ersten Fahrt des neuen Zuges mit dem Namen Einkaufstadt Feldkirchen dabei zu sein. Die Zugtaufe war für Bürgermeister Robert Strießnig, den katholischen Pfarrer Hubert Luxbacher und für den evangelischen Pfarrer Martin Müller eine Premiere. Für viele der 250 SchülerInnen war es sogar die erste Zugfahrt.
Viele Kinder unserer Schule sind noch nie dem Zug gefahren. Vor die Wahl gestellt: Badetag oder Zugfahrt, entschieden sie sich spontan für die Zugfahrt,
zeigten sich die LehrerInnen erfreut, aber auch erstaunt. Beginnt bei den Erwachsenen erst langsam das Umdenken, sind sich die Feldkirchner SchülerInnen nach der Panoramafahrt nach Villach einig: Zugfahren hat Zukunft und ist echt cool! Nicht nur für das Klima!
Die Zug-Zukunft kommt nun mit dem Kärnten Takt auf Schiene. Nach intensiver Vorbereitung startet am 14.12.2008 der neue Taktverkehr. Er wird bis zu 30 % mehr Zugverbindungen im Kärntner Zentralraum bringen wird.
Vor nicht allzu langer Zeit mussten wir gegen Tempo 160 auf Autobahnen und die Schließung der Regionalbahnen anrennen. Jetzt begreift man, dass wir nur durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die gegenwärtigen Klima und Finanzprobleme lösen können, so Christian Salmhofer vom Klimabündnis.
Der Kärnten Takt hilft dem Weltklima, schafft Arbeitsplätze und hält die Wertschöpfung in der Region, sieht Mag. Manfred Oberrauner von der ÖBB auch in turbulenten Zeiten optimistisch in die Zukunft.
Bequem und sicher werden ab Mitte Dezember die Feldkirchner im Stundentakt nach Villach fahren können. Mit der Vernetzung des Kärntner Schienennetzes setzen wir einen Meilenstein für den öffentlichen Verkehr und tun etwas für den Klimaschutz, freute sich Bürgermeister Robert Strießnig bei der Taufe des nagelneuen TALENT Nahverkehrszuges auf den Namen Einkaufsstadt Feldkirchen.
Verpflegt wurden die Fahrgäste zu 100% Bio & Fair Trade. Biojoghurt von der Kärntner Milch, Fair Trade-Schokolade vom Weltladen, Bio-Äpfel aus der Region, Bionade und vor Ort frischgemachte Piroschki schmeckten allen so gut, dass die Schülerinnen selbst nach der Zugfahrt fragten ob sie noch was haben könnten. Ein Zug der in eine bessere Welt fährt, so sollte es jeden Tag sein!, sagte es treffend eine Schülerin. Konsequenter Klimaschutz setzt nämlich in allen Lebensbereichen an. Essen ist dafür der beste Einstieg. Wir essen bis zu fünfmal am Tag, da kann man die Erfolge sofort feststellen. Diese und natürlich viele Themen zur Mobilität wurde von den ExpertInnen im Zug angesprochen. Verein Fahrgast, Forum Alpenkonvention, Klimabündnis Kärnten und natürlich die Fachexperten von ÖBB standen für die Diskussionen zur Verfügung. Aufgrund des Erfolges wurden bereits im Zug weitere Pläne für eine nachhaltige Zukunft geschmiedet. Die Premierenfahrt führte über das riesige Gelände des Verschubbahnhofes in Fürnitz bei Villach. Und die Zeit verging so schnell, das wir kaum eingestiegen wir schon in Feldkirchen waren. Womit wieder mal bewiesen wurde, dass beim Zugfahren die Zeit wie im Flug vergeht.
Bahn unterm Hammer
Schon am Vorabend fesselte Winfried Wolf fesselte etwa 50 Zuhörer im wahrsten Sinne des Wortes im Walluschnig Saal der Stadt Feldkirchen. Intensive drei Stunden lag diskutierte er auf höchstem Niveau. Vom Bürgermeister bis hin zum FPÖ-Chef von Villach staunten alle über das allumfassende Wissen von Winfried Wolf. Er hat schon 1986 das Standardwerk Eisenbahn statt Tempowahn geschrieben. In fesselnder Weise beantwortete er die durchaus komplexen Fragen des Publikums, wobei er nie polarisierte oder sich auf eine Seite schlug, sondern immer mit profunden Antworten glänzte. Als Mitproduzent des Filmes Bahn unterm Hammer, der inzwischen weit mehr als 1000mal in Deutschland aufgeführt wurde, plädierte er für eine intensive Erweiterung und Vertaktung des Regionalverkehrs. Aufgrund des außergewöhnlichen Erfahrungsschatzes des Bahnexperten Wolf wurde er sogleich für einen weiteren Vortrag im Februar 2009 eingeladen.
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