|
Vor mehr als 150 BesucherInnen bekräftigten auf der dritten Impulsveranstaltung „Gemeinden mobil“ am 20. Oktober im Innsbrucker Congress die Teilnehmergemeinden ihre grenzüberschreitende Allianz für den Klimaschutz.
63 Gemeinden aus Tirol und Südtirol zählt das Interreg IV A-Projekt „Gemeinden mobil“ zur Förderung klimafreundlicher Mobilität inzwischen. Die Vertreter der Tiroler und Südtiroler Landesregierung LHStv. Anton Steixner, LHStv. Hannes Gschwentner und LR Thomas Widmann waren sich einig: „Gemeinden mobil ist ein vorbildliches Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei diesem zentralen Umweltthema der Europaregion.“ Für die Regierungsmitglieder ist Gemeinden mobil eine „wichtige Ergänzung für Infrastrukturprojekte“: „Klimafreundliches Verkehrsverhalten gemeinsam und in Zusammenarbeit mit den Bürgern zu erarbeiten, ist eine zentrale Herausforderung für die Politik. Die Gemeinden sind dafür mit ihrem Engagement und ihrem direkten Draht zu den Bürgern vor Ort wichtige Partner“, so die Regierungsmitglieder unisono. Der Erfolgskurs des Interreg-Projekts soll jetzt mit weiteren Schwerpunkten wie dem SeniorInnenpaket sowie mit Tourismusinitiativen weiter ausgebaut werden.
Basispaket wird ausgebaut
Voraussetzung für die Projektteilnahme ist die Einrichtung einer Mobilitätsauskunft auf dem Gemeindeamt. Eigens geschulte Gemeindebedienstete geben dort Fahrplanauskünfte und stellen auf Wunsch adressgenaue Fahrpläne zusammen. Viele Gemeinden verfügen über einen eigenen lokalen Taschenfahrplan im Scheckkartenformat und haben auf der Homepage eine eigene Fahrplanauskunft eingerichtet. Zum Basisangebot gehört auch eine Informationsmappe zum öffentlichen Verkehrsangebot für neu zugezogene BürgerInnen.
SeniorInnenpaket: Automaten-, Internetschulungen, SeniorInnen on Tour…
Das bestehende Angebot soll jetzt in Tirol speziell für die Zielgruppe SeniorInnen erweitert werden. Basierend auf den Erfahrungen mit dem Workshop ÖV-Know, der SeniorInnen praktische Hilfestellungen im Umgang mit Bus und Bahn gibt, sind weitere Angebote in Planung. So sollen u.a. im Rahmen von Pilotprojekten mit der Volkshochschule Innsbruck Internetkurse zu Fahrplanabfragen und Ticketbuchungen sowie Kurse zur Bedienung von Smartphones durchgeführt werden. Außerdem ist geplant, in Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden mit „SeniorInnen on Tour“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu gehen.
Feriengäste für klimafreundliche Mobilität gewinnen
Die Zusammenarbeit mit dem Tourismus wird auch in Südtirol ganz groß geschrieben. Unter anderem mit Kombitickets wie der Museummobilcard oder Wanderangeboten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ganz neu ist auch der Wanderführer, den die Gemeinde Mals nicht nur für die Feriengäste, sondern auch für die Einheimischen erstellen hat lassen. Mit gleich 36 Touren zum Wandern, Schifahren, Radfahren und Schneeschuhwandern wird Freizeitvergnügen ohne Auto schmackhaft gemacht.
Gemeinden mobil in Nord und Süd
„Gemeinden mobil“ wurde 2008 als Gemeinschaftsprojekt, getragen von der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol, dem Land Tirol und Klimabündnis Tirol gestartet. Das Projekt wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung/ Interreg IV A Italien-Österreich. Aus Tirol nehmen derzeit 42, aus Südtirol 21
|