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In Wiener Einkaufsstraßen – also direkt am Ort des (Konsum-)Geschehens – werden den TeilnehmerInnen erlebnisorientiert und anhand konkreter Beispiele die globalen Auswirkungen ihrer täglichen Konsumentscheidungen bewusst gemacht. Mit Hilfe mitgebrachter Materialien veranschaulichen unsere erfahrenen MultiplikatorInnen komplexe Zusammenhänge, stellen nachhaltige Konsum- und Handlungsmöglichkeiten vor, und lassen dabei genügend Raum für die gemeinsame Reflexion und Diskussion möglicher Wege zum nachhaltigen Konsum.
Primäres Ziel der so genannten clean€uro-Stadtspaziergänge ist es, den Teilnehmenden die oft weitreichenden, globalen Effekte unseres fast täglichen, lokalen Konsums bewusst zu machen. Globalisierung wird dabei als vielschichtiger Prozess vermittelt, der nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale, kulturelle und ökologische Folgen hat. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise die oft widersprüchlichen Aspekte weltweiter Vereinheitlichung (z.B. durch „globale“ Marken) auf der einen, und der Rückbesinnung auf lokale Eigenheiten auf der anderen Seite thematisiert. Der inhaltliche Bogen spannt sich von den Begriffen Konsum und Nachhaltigkeit, über einzelne Konsumgüter wie Textilien und Nahrungsmittel, bis hin zu spezifischen Themenbereichen wie die Krisenanfälligkeit des Finanzsystems oder die gesellschaftliche Bedeutung von urbanem, öffentlichem Raum. Während zu Beginn eines Stadtspazierganges konkrete Tatsachen über einzelne Produkte (Herkunft, Material, Produktionsbedingungen, etc.) im Mittelpunkt stehen, verschiebt sich der Fokus im Laufe der Führung auf mögliche Alternativen. Diese bestehen jedoch keineswegs lediglich in der Wahl einer anderen Marke, sondern in der grundsätzlichen Überlegung, ob und welche Art von Konsum überhaupt nötig und sinnvoll ist.
Die anschauliche Visualisierung der vermittelten Fakten und Themen mit Hilfe von Bildern und Grafiken, sowie die interaktive Methodik der Führungen ermöglichen und fördern die aktive Partizipation der TeilnehmerInnen. Häufig geben die in diesem anregenden Rahmen geführten Diskussionen den Anstoß zur eigenen nachhaltigen Auseinandersetzung mit einzelnen Themen des nachhaltigen Konsums.
Durch die Stadtrundgänge erhalten die TeilnehmerInnen also nicht nur die Möglichkeit, ihr eigenes Handeln in diesem erweiterten Zusammenhang zu sehen, sondern gleichzeitig die nötige (Wissens-)Grundlage für eine kritische Reflexion des vorherrschenden Konsummodells. Den praktischen Ausgangspunkt dafür stellen die so genannten „Sieben Alternativen“ - eine Reihe von Anregungen und Möglichkeiten für die schrittweise Veränderung des eigenen Konsumverhaltens – dar, welche die clean€uro- Stadtrundgänge abrunden.
Dauer eines Stadtrundganges: 2 Stunden
Weitere Informationen und Anmeldungen: Mag. Vera Besse
cleaneuro@nachhaltig.at oder 01/617 24 07
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