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“Das Klimabündnis begrüßt das Engagement und die Initiative der Gemeinde Wolkersdorf gegen Schiefergas. Ein Beispiel, dem auch die weiteren 65 Klimabündnis-Gemeinden im Weinviertel folgen sollten. Gemeinsam kann es gelingen, dass der Schiefergasabbau im gesamten Weinviertel endgültig verhindert wird”, so Peter Molnar, Geschäftsführer von Klimabündnis Österreich.
Die Klimabündnis-Gemeinde Wolkersdorf hat einstimmig einen Beschluss gegen den geplanten Schiefergasabbau auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Wolkersdorf gefasst, “da Beeinträchtigungen für die Gesundheit der Menschen und der Umwelt nicht ausgeschlossen werden können”. Gleichzeitig wurde eine Resolution an die Finanzministerin, den Wirtschafts- und Umweltminister sowie allen Nationalratklubs verfasst, den Schiefergasabbau im gesamten Weinviertel zu verbieten.
Im November 2011 hat die zu 31,5% im österreichischen Staatsbesitz befindliche OMV veröffentlicht, zwei Probebohrungen zu Schiefergasgewinnung im nördlichen Weinviertel (in den Gemeinden Poysdorf und Herrnbaumgarten) zu planen und mehrere Publikumsveranstaltungen im Weinviertel dazu abgehalten. Dabei soll ein “ökologisches Fracking” entwickelt werden, das die desaströsen Umweltauswirkungen des Schiefergasabbaus, wie in den Vereinigten Staaten, verhindern soll.
Schiefergas – die neue fossile Hoffnung
Aufgrund der stetig steigenden Preise für Erdöl und Erdgas wird seit einigen Jahren verstärkt versucht bisher unrentable Vorkommen von fossilen Rohstoffen zu erschließen (Ölsande in Kanada, Schiefergas in USA und jetzt Europa). Dabei wurden bisher allerdings die großflächigen und teilweise desaströsen Umweltauswirkungen wenig beachtet. Nun soll nach den USA, wo die Schiefergasgewinnung vor etwa 4 Jahren groß angelaufen ist, auch in Europa “Probebohrungen” stattfinden. Die Methode des Fracking ist aber international höchst umstritten und hat in Frankreich und Bulgarien schon zu einem generellen Verbot der Schiefergasgewinnung geführt.
Experten warnen vor Umweltauswirkungen der Schiefergasförderung
Bei der Veranstaltung “Schiefergasförderung - Methoden und Risken” im Festsaal der Österreichischen Akademien der Wissenschaften warnten 3 Experten aus Deutschland, Bulgarien und den Vereinigten Staaten vor den verheerenden Umweltauswirkungen, die die Schiefergasgewinnung bedingt. Einerseits sind für das Fracking - d.h. das “Aufbrechen des Gesteines” der Einsatz von Unmengen an Wasser und Chemikalien notwendig, andererseits müssen ununterbrochen neue Bohrquellen angezapft werden um die Ausbeute hoch zu halten. Abschließend meinte der Physiker, Dr. Werner Zittel, sind die Angaben für die mögliche Gesamtmenge in Österreich seiner Meinung nach viel zu optimistisch, und realistischerweise können nur 20% der genannten Menge gefördert werden. Was die vielfältigen möglichen Umweltgefährdungen für nur wenige Jahre heimische Gasförderung in den Mittelpunkt rücken.
Zukunft liegt in Energieeffizienz und Erneuerbaren Energiequellen
In den letzten Jahren haben viele Klimabündnis-Gemeinden Ziele in Richtung Energieeffizienz und der Nutzung der natürlichen regionalen Energiequellen beschlossen. Das Lebensministerium und der Klimafonds haben mit Unterstützung des Klimabündnis bisher 85 Klima- und Energiemodellregionen installiert. “Alle diese Intiativen zeigen, das der Weg aus der Klimakrise über Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren führt und nicht der immer gefährlicheren Ausbeutung fossiler Rohstoffquellen”, meint Peter Molnar, Geschäftsführer von Klimabündnis Österreich abschließend.
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