Delegationsbesuch aus dem Senegal

Besuch zweier Experten aus dem Senegal vom 5.-7., 12.-14. und 17.-19. Oktober in Österreich.

Ismael Ndao Foto: Klimabündnis Österreich

Der Besuch von Ismael Ndao und Abdourahmane Guèye dient dem Austausch über die Umsetzung gemeinsamer Ziele im Boden- und Klimaschutz. Bei den Veranstaltungen können Sie die Gäste persönlich kennenlernen und Informationen über die Vertreibung der Kleinbauern und -bäuerinnen durch die Landnahme großer Unternehmen, die Folgen des Klimawandels und die Bemühungen um Ernährungssouveränität im Senegal erhalten. Außerdem erfahren Sie wie Sie zu Boden- und Klimaschutz beitragen können.

Programm in OÖ

Programm in NÖ

Programmübersicht Österreich


Ismael NDAO ist Geograf mit Schwerpunkt Umwelt und hat an der Université de Saint-Louis, Sénégal sowie an der Universität Wien studiert.
Seit einigen Jahren koordiniert der zweifache Vater für die österr. Nichtregierungsorganisation HORIZONT3000 die Arbeit im Senegal. Diese Arbeit soll die Ernährungssicherheit im ländlichen Raum sichern. Herr Ndao setzt Schwerpunkte in Landwirtschaft, Nutzung natürlicher Ressourcen und ländliches Unternehmertum. Die Arbeit wird in fünf von 14 Regionen (ähnlich den österr. Bundesländern) im Senegal umgesetzt.

 

Abdourahmane Guèye Foto: Privat

Abdourahmane Guèye wurde 1963 in Matam im Norden des Senegal geboren, ist verheiratet und hat 4 Kinder.

Nach seinem Abschluss in Anglistik und Literatur an der Cheikh Anta Diop Universität in Dakar unterrichtete er einige Jahre dort. Seit 2006 arbeitet Herr Guèye für die internationale Organisation Enda Tiers Monde, einer NGO die sich für Umwelt- und Entwicklung in Ländern des Südens einsetzt. Dort ist er für den Aufbau und die Vernetzung von Fairem Handel im Senegal und darüber hinaus verantwortlich. Außerdem engagiert sich Herr Guèye in einem Projekt zur Ernährungssicherung mittels Bio-Gemüseanbau und Heilpflanzen-Kultivierung bei dem er eng mit HORIZONT3000 zusammen arbeitet.


Die Delegationsreise erfolgt im Rahmen des EuropeAid Projektes „Fair village events in Central and Eastern European municipalities“.


Weitere Informationen bei Ihrer Regionalstelle oder Brigitte Drabeck / Patrícia Kandler

Ernährungssouveränität im Senegal | die Hintergründe

Die Leistung eines wirksamen Beitrags zur Stärkung der Ernährungssouveränität der Landbevölkerung ist das oberste Ziel der Projekte im Senegal. Erreicht werden soll dies durch angepasste Bewässerung zur nachhaltigen Wassernutzung, organische Düngemethoden, Reis- und Getreideanbau und zwischensaisonalem Anbau von Gemüse.

Sowohl lokale Strukturen als auch die landwirtschaftliche Wertschöpfung sollen gestärkt werden.


Die Geldgeber der Arbeit im Senegal, die von der österreichischen Nichtregierungsorganisation HORIZONT3000 begleitet werden, sind: der Liechtensteinischer Entwicklungsdienst (LED), die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ADA), das Welthaus Graz, Medicor und seit 2013 auch zu einem kleineren Teil die Klimabündnis Gemeinden.

Inhaltlich besteht ein starker Zusammenhang mit der Arbeit der Bodenbündnis Gemeinden, die sich für einen nachhaltigen Umgang mit Böden einsetzen.


Senegal

Der Senegal liegt in Westafrika und ist mit 196.722 km² flächenmäßig mehr als doppelt so groß wie Österreich. Die Einwohnerzahl liegt bei 12,21 Mio. und das Bruttonationalprodukt pro Kopf bei 970 US$ jährlich. 2014 steht der Senegal immer noch auf der von den United Nations geführten Liste der 48 „Least developed countries“. Rund zwei Drittel der Landesfläche gehören zur Sahel Zone und der jährliche Niederschlag von durchschnittlich ca. 686 mm fällt innerhalb der Regenzeit von Juli bis September. Rund 70% der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig.

www.klimabuendnis.at | www.bodenbuendnis.or.at | www.horizont3000.at

Die Delegationsreise erfolgt im Rahmen des EuropeAid Projektes „Fair village events in Central and Eastern European municipalities“ und wird durch Mittel der EU und die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit gefördert.
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