Wattens, Eisenstadt und Wels holen Österreichischen Mobilitätswochen Preis!

Auszeichnung für die besten Programme durch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Preisträger Wattens in Tirol: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Christoph Zingerle (Marktgemeinde Wattens), Elke Kastner (Klimabündnis Ö), Stephan Auer-Stüger (Städtebund). Foto: klimaaktiv mobil

533 Gemeinden und Städte haben vom 16. bis 22. September 2022 an der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE teilgenommen. Die abwechslungsreichsten und kreativsten Aktivitäten von Gemeinden und Städten in ganz Österreich wurden von einer Jury bestehend aus Vertreter:innen von ÖBB-Postbus, Gemeindebund, Bundesjugendvertretung, Erzdiözese Wien, Österreichischer Energieagentur und BMK ausgezeichnet. 

Der Österreichische Mobilitätswochen Preis ging heuer an die Stadtgemeinden Wattens (Kategorie bis 10.000 EW:innen) und Eisenstadt (Kategorie über 10.000 EW:innen) sowie Wels (Kategorie „innovative Jugendaktionen").

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler gratulierte den Preisträger:innen der Aktionswoche für klimafreundliche Mobilität, die bereits zum 21. Mal über die Bühne ging: „3.000 Gemeinden und Städte aus 51 Ländern haben heuer mitgemacht. Österreich ist mit 534 Gemeinden auf Platz 1. Viele Gemeinden haben die ganze Woche genutzt und ihre Bürger:innen eingeladen, das breite Angebot an klimafreundlichen Alternativen auszuprobieren. In Wattens, Eisenstadt und Wels ist das besonders gut gelungen.“

Wattens: Vom selbstgebauten Straßenhocker bis zum Radlzirkus

Täglich eine Aktion: In der 7.600 Einwohner:innen-Gemeinde Wattens in Tirol jagte in der Mobilitätswoche ein Highlight das andere. Der Startschuss fiel mit dem Straßenmalen „Blühende Straßen“. Es folgte „Wir bauen Straßenhocker für den Autofreien Tag“. Beim großen Radfest gab es einen Pumptrack, Rikschafahrten, eine Radparade und einen Radlzirkus. Bei einem Infoabend wurden aktuelle Mobilitätsprojekte wie der Bahnhofsneubau präsentiert. Ein 90-minütiger Streifzug durch den Ortskern samt GEHschichten von früher und heute im öffentlichen Raum stand unter dem Motto „Leben auf der Straße“. Das Wattener Unternehmen SWARCO Traffic World zeigte, wie das Zusammenspiel zwischen Verkehrstechnik, Digitalisierung und neuen Mobilitätsformen funktioniert. Am Autofreien Tag konnte der Kirchplatz ohne Autos – wie in den lebendigen Zentren alter Städte – erlebt werden. Mitgebracht wurden Klappstühle, Skateboards, Scooter, Straßenspiele und Musik.

Preisträger Eisenstadt: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Sebastian Handler und Heike Krömer (Stadtgemeinde Eisenstadt), Elke Kastner (Klimabündnis Ö), Stephan Auer-Stüger (Städtebund). Foto: klimaaktiv mobil

Eisenstadt: Von der Pop-Up-Begegnungszone bis zum Bewegungs-Rezept

In der burgenländischen Landeshauptstadt sorgte eine Pop-Up-Begegnungszone für Aufsehen. Eine Verbindungsstraße zwischen einer neuen Wohngegend und dem Stadtzentrum wurde mit Bäumen und Blumentrögen verengt und so gezeigt, welche Vorteile eine langfristige Umgestaltung vor allem für Schüler:innen und Anrainer:innen hat. Mit gutem Beispiel ging auch Bürgermeister Thomas Steiner voran – er ließ sein Auto während der Mobilitätswoche stehen und erledigte seine Wege ausschließlich zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus. Seit Beginn der Aktionswoche gibt es ein besonderes Zuckerl für den Umstieg auf den Eisenstädter Stadtbus: Dieser kann bis Ende des Jahres kostenlos genutzt werden. Mit neuen Infotafeln in der Fußgängerzone wird Werbung fürs Gehen, Radeln und Busfahren gemacht. Gemeinsam mit Ärzt:innen und Apotheken gab es zudem die Aktion „Bewegung auf Rezept“. Eingebunden wurden auch viele Kinder: Pläne für sichere Schulwege wurden erstellt, ein Kindergartenfest mit „Kasperl und Klimafee“ organisiert, zwei Kindergärten sammelten mit umweltfreundlichen Wegen Klimameilen, und mit der Aktion „Platz statt Parkplatz“ wurde auf die alternative Nutzung von Parkplätzen vor Kindergärten hingewiesen. 900.000 Euro investiert Eisenstadt heuer in den Ausbau der Rad-Infrastruktur. Im Zuge dessen wurden bereits die Radbrücke am Krautgartenweg erneuert sowie während der EMW mit den Vorbereitungen einer weiteren Radbrücke begonnen.

Preisträger Wels: Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Eva Berghofer, Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert und Rupert Doblhammer (alle Stadtgemeinde Wels), Elke Kastner (Klimabündnis Ö), Stephan Auer-Stüger (Städtebund). Fot

Sonderpreis „innovative Jugendaktionen“: Wels (OÖ)

Be a local hero!“ Unter diesem Titel bot die Stadt Wels während der Mobilitätswoche allen Jugendlichen eine große Bühne. Fünf junge Fahrradheld:innen waren die Hauptdarsteller:innen im Programmkino. Im Anschluss an Kurzfilme standen sie dem Publikum Rede und Antwort und diskutierten mit Regisseur Roland Kloss sowie Stadtrat Stefan Ganzert. Zum Abschluss folgte der Jugend-Radfilm Madison.

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