ErLEBENsraum Gaming – Wald schätzen, Klima schützen

Gemeinde: Gaming, Bundesland: Niederösterreich

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/marktgemeinde-gaming

„Klimawandel-Anpassung“ bedeutet für Gaming vor allem, das Bewusstsein für den Wald als bedeutende regional-wirtschaftliche Ressource und Erholungsraum zu fördern und seine Stabilität zu gewährleisten. Die Gemeinde hat im Rahmen des Klimawandelanpassungs-Projektes „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ hat  den Fokus besonders auf das Thema Wald- und Klimaschutz gelegt.

icon Klimawandelanpassung

Projektkategorie:
Klimawandelanpassung

Bürgermeisterin Renate Gruber

Ansprechperson:
Bürgermeisterin Renate Gruber

Tel.: 07485 97308-0

E-Mail: gemeindeamt@gaming.noe.at

Persönliches Statement:

„Unser Bestreben ist es, dass wir bereits jetzt für die nächste Generation vorsorgen. Wir müssen Klima schützen und bewusster mit unserer Natur umgehen. Durch die Teilnahme am Projekt „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft.“ haben wir einen Meilenstein gesetzt.“

Renate Gruber, Bürgermeisterin

Holzskulptur als Symbol für den Wert des Waldes, Quelle:C3-Alps Projektabschlusszeitung

Projektinhalt und Ziel:

Das Projekt „ErLEBENsraum Gaming – Wald schätzen, Klima schützen“ war in das Klimawandelanpassungsprojekt „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ eingebettet - dessen Ziel es war, Gemeinden der Pilotregion Mostviertel auf die Folgen der lokalen Klimaänderung vorzubereiten und gleichzeitig die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie ökologischen Ressourcen darauf abzustimmen. Auf Grundlage wissenschaftlicher Fakten, lokalem Wissen sowie Bedürfnissen aus der Bevölkerung wurden in den Pilotgemeinden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wurde ein Maßnahmenkatalog zum Schwerpunktthema  „Wald- und Klimaschutz“ erstellt.

In Gaming ist seit jeher der Wald lebensbestimmend. Wälder reagieren besonders sensibel auf Klimaveränderungen, haben aber gleichzeitig wichtige Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen. Der Wald ist Österreichs größter Kohlenstoffspeicher und ein wichtiger Energielieferant. „Klimawandel-Anpassung“ bedeutet daher für Gaming vor allem, das Bewusstsein für den Wald als bedeutende regionalwirtschaftliche Ressource, sowie als Erholungsraum zu fördern und seine zukünftige Stabilität zu gewährleisten.

Der Maßnahmenkatalog umfasst folgende Punkte:

-Neugestaltung der Wanderwege

-Klima-Wandel-Info-Trail am Kirchenstein

-Veranstaltungen (Eröffnung Heizwerk, Brennhoiz’n)

-Internetauftritt der Waldwirtschaftsgemeinschaft als Infoplattform, mit Einbindung von Klimawandel-Anpassungsthemen

-“Holz- und Waldseite“ in der Gemeindezeitung

-Holzskulptur als Symbol für den Wert des Waldes

-Bewusstseinsbildung im Kindergarten

-Konzept für Waldkindergarten

-Bewusstseinsbildung in der Volks- und Hauptschule

-Bewusstseinsbildung in der Landwirtschaftlichen Fachschule

-Sommercamp mit Walderlebnis

-Exkursion zu Agroforstbetrieb

Projektablauf:

1. Workshop im Februar 2013:

Fast ausschließlich eine Herrenrunde - ausgenommen Frau Bürgermeisterin Renate Gruber - fand sich am Nachmittag des 25. Februar im Gemeindesaal zusammen, um gemeinsam zu überlegen und zu diskutieren, welche Maßnahmen im Zuge des Projektes C3-Alps gesetzt werden sollen. Unter den Anwesenden befanden sich viele Forst-Fachexperten, die bereits jetzt sehr gut über den Themenbereich Klimawandel und Klimawandelanpassung in Zusammenhang mit Forstwirtschaft informiert sind. Als sehr erstrebenswert wurde angesehen, dass BürgerInnen und in weiterer Folge auch TouristInnen besser über den Wert des Waldes und die Tätigkeiten der Forstfachleute informiert werden.

2. Workshop im April 2013:

DI Stefan Schörghuber (Universität für Bodenkultur) berichtete - in Vertretung für Prof. Manfred Lexer - über die Ergebnisse des Projektes "RIVAS" (Regional Integrated Vulnerability Assessment for Austria) mit Fokus auf den Sektor Forstwirtschaft.

3. Workshop im Juni 2013:

Zum Themenbereich "Wertschätzung des Waldes in Zeiten des Klimawandels" wurden zahlreiche bewusstseinsbildende Maßnahmen fixiert, z.T. in Zusammenarbeit mit den Schulen. Das Wanderwegenetz soll attraktiviert und ein Lehrpfad eingerichtet werden, außerdem sind Konzept-Erstellungen für Tourismus- und Bildungsangebote sowie Marketingaktivitäten geplant.

4. Workshop im August/September 2013

Die Kernteams arbeiten an der Umsetzung der Projektfahrpläne und bereiten sich auf die Präsentation der Zwischenergebnisse bei der Mid-Term-Konferenz vor.

Mid-Term Konferenz im November 2013:

Bei der Mid-Term-Konferenz in Gaming konnten die bisherigen Projektergebnisse vorgestellt werden und ein Austausch mit den weiteren sechs Pilotgemeinden stattfinden.

5. Workshop im März 2014

An diesem Workshop, der durch Vorträge zum Thema Klimawandel-Anpassung und Klimaschutz nahmen auch die Kernteam-Mitglieder der anderen Pilotgemeinden teil. Die Unterschiede und Überschneidungen dieser beiden Themen wurden auch in den folgenden Gruppenarbeiten in Bezug auf die geplanten Maßnahmen herausgearbeitet.

Abschlussveranstaltung „Wandelbares Mostviertel – Fit in die Klimazukunft“ im Oktober 2014

Eröffnung des Heizwerks Gaming, Quelle: C3-Alps Projektabschlusszeitung

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Das Projekt „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ und die damit verbundene Prozessbegleitung und Veranstaltungen wurden im Rahmen des EU-Projektes „C3-Alps“ durchgeführt und finanziert. Das Klimabündnis NÖ hat das Projekt im Auftrag vom Land NÖ, Abteilung für Umwelt- und Energiewirtschaft betreut. Projektzeitraum: 2011-2014

Projekterfolge:

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ wurde die Gemeinde Gaming für die aktive Teilnahme geehrt.

Präsentiert wurde das Projekt u.a. auf der Website des Klimabündnisses, in der Projekt-Abschlusszeitung sowie in regionalen Medien.

(c) www.freihand-zeichner.at

Motivationsfaktoren:

Im Rahmen des Projektes „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft.“ wurden in den weiteren Pilotgemeinden Frankenfels, Kirchberg an der Pielach, Lunz am See, Mank, Ober-Grafendorf und Scheibbs ebenfalls Maßnahmen im Bereich Klimawandelanpassung gesetzt.

Projektrelevante Webadresse:

http://niederoesterreich.klimabuendnis.at/gemeinden-projektnachlese/wandelbares-mostviertel-fit-in-die-klimazukunft-das-projekt

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