Regionale ÜberLebensmittel

Gemeinde: Lunz am See, Bundesland: Niederösterreich

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/webshop-und-download

Den LunzerInnen ist es besonders wichtig, den bewussten Umgang mit regionalen und saisonalen Produkten zu fördern. Die Gemeinde Lunz am See hat im Rahmen des Klimawandelanpassungs-Projektes „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ den Fokus auf regionale Versorgungssicherheit im Ort gelegt.

icon Klimawandelanpassung

Projektkategorie:
Klimawandelanpassung

Bürgermeister Martin Ploderer

Bürgermeister Martin Ploderer

Tel.: 07486 8081

E-Mail: martin.ploderer@aon.at

Persönliches Statement:

„Wir versuchen, dass wir in unserer Ortschaft möglichst viele Angebote haben, welche die Lunzer und Lunzerinnen nutzen können. Dies betrifft Bildung, Aus- und Fortbildung, aber auch die Möglichkeit des Einkaufens zu Hause. Güter des täglichen Bedarfs sollte man zu Hause bekommen. Man muss klein anfangen, um Großes zu erreichen und endlich vernünftig mit der Natur und ihren Ressourcen umzugehen.“

Martin Ploderer, Bürgermeister

Das Genuss Platz'l in Lunz, Quelle: www.lunz2010.at/?p=15129

Projektinhalt und Ziel:

Das Projekt „Regionale ÜberLebensmittel“ war in das Klimawandelanpassungsprojekt „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ eingebettet - dessen Ziel es war, Gemeinden der Pilotregion Mostviertel auf die Folgen der lokalen Klimaänderung vorzubereiten und gleichzeitig die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie ökologischen Ressourcen darauf abzustimmen. Auf Grundlage wissenschaftlicher Fakten, lokalem Wissen sowie Bedürfnissen aus der Bevölkerung wurden in den Pilotgemeinden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

In Lunz am See wurde in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ein Maßnahmenkatalog zum Schwerpunktthema  „regionale überLebensmittel und Förderung des Tourismus“ erstellt.

Lunz am See wird von Waldflächen und Bergen umrahmt und befindet sich in einem perfekten Schonklima. Klimawandelbedingte Wetterreize wie Hitzetage und Tropennächte werden hier leichter abgefedert als in vielen anderen Teilen des Mostviertels oder gar in der Großstadt Wien. „Klimawandel-Anpassung“ bedeutet für Lunz daher vor allem, der Bedeutung als klimatisches Erholungs- und Schongebiet gerecht zu werden.

Wichtig ist den LunzerInnen auch die Versorgungssicherheit im Ort aufrechtzuerhalten und den bewussten Umgang mit regionalen, biologischen und saisonalen Produkten zu fördern. Regionalität ist ein zentrales Thema der Klimawandel-Anpassung. Durch den immer bewussteren Konsum der VerbraucherInnen steigt auch die Nachfrage nach regionalen Produkten.

Der  Maßnahmenkatalog umfasst folgende Punkte:

-Einkaufen im Ort – Bioladen

-Zielgruppenerhebnung Tourismus

-Förderung der Zimmervermietung

-Bündelung von Tourismusangeboten

-Erarbeitung einer Toursismusstrategie

Projektablauf:

1. Workshop im Februar 2013:

Auf Einladung von Bürgermeister Martin Ploderer fanden sich zahlreiche GemeinderätInnen und VertreterInnen der Lunzer Vereine, sowie auch Prof. Thomas Hein, Leiter des Wasser-Clusters Lunz, im Sitzungssaal der Gemeinde ein. Nach einem intensiven und interessanten Workshop einigten sich die TeilnehmerInnen auf das Themenfeld der Nahversorgung im weitesten Sinne. Als wichtigste Zielgruppe warden die BürgerInnen gesehen. Durch die Sicherung von Nahversorgern, Arbeitsplätzen, Mobilität, Bildungsangeboten und Freizeitmöglichkeiten sollen die Lebensqualität und bestehende Strukturen im Ort erhalten und gestärkt werden.

2. Workshop April 2013: Maßnahmensammlung und Projektergebnisse 2014

Nach einem Expertinnen-Impulsreferat  von Dr.in Maria Balas (Umweltbundesamt) wurden Ideen zu Maßnahmen gesammelt, die im Zuge des Projektes umgesetzt werden können. Festgehalten wurden auch mögliche Projektergebnisse für das Projektende 2014.

3. Workshop Mai 2013

Projektfahrplan und Festlegung von Verantwortlichen

Passend zum Themenbereich "Sicherung der Nahversorgung im weiteren Sinn" plant die Gemeinde u.a. die Einrichtung einer Kaufhalle für regionale Produkte, welche auch als kommunikativer Treffpunkt dienen soll, sowie verschiedene bewusstseinsbildende Maßnahmen rund um das Thema "Einkaufen im Ort". Weiters werden die Tourismusangebote hinsichtlich Klimawandel überarbeitet und gebündelt, sowie eine Zukunftsstrategie für Lunz erarbeitet.

4. Workshop im August/September 2013

Die Kernteams arbeiten an der Umsetzung der Projektfahrpläne und bereiten sich auf die Präsentation der Zwischenergebnisse bei der Mid-Term-Konferenz vor.

Mid-Term Konferenz im November 2013:

Bei der Mid-Term-Konferenz in Gaming konnten die bisherigen Projektergebnisse vorgestellt werden und ein Austausch mit den weiteren sechs Pilotgemeinden stattfinden.

5. Workshop im März 2014

An diesem Workshop, der durch Vorträge zum Thema Klimawandel-Anpassung und Klimaschutz nahmen auch die Kernteam-Mitglieder der anderen Pilotgemeinden teil. Die Unterschiede und Überschneidungen dieser beiden Themen wurden auch in den folgenden Gruppenarbeiten in Bezug auf die geplanten Maßnahmen herausgearbeitet.

Abschlussveranstaltung „Wandelbares Mostviertel – Fit in die Klimazukunft“ im Oktober 2014

Bauernmarkt in Lunz, Quelle: C3-Alps Projektabschlusszeitung

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Das Projekt „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ und die damit verbundene Prozessbegleitung und Veranstaltungen wurden im Rahmen des EU-Projektes „C3-Alps“ durchgeführt und finanziert. Das Klimabündnis NÖ hat das Projekt im Auftrag vom Land NÖ, Abteilung für Umwelt- und Energiewirtschaft betreut. Projektzeitraum: 2011-2014

Projekterfolge:

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft“ wurde die Gemeinde Lunz für die aktive Teilnahme geehrt.

Präsentiert wurde das Projekt u.a. auf der Website des Klimabündnisses, in der Projekt-Abschlusszeitung sowie in regionalen Medien.

(c) www.freihand-zeichner.at

Motivationsfaktoren:

Im Rahmen des Projektes „Wandelbares Mostviertel. Fit in die Klimazukunft.“ wurden in den weiteren Pilotgemeinden Frankenfels, Gaming, Kirchberg an der Pielach, Mank, Ober-Grafendorf und Scheibbs ebenfalls Maßnahmen im Bereich Klimawandelanpassung gesetzt.

Projektrelevante Webadresse:

http://niederoesterreich.klimabuendnis.at/gemeinden-projektnachlese/wandelbares-mostviertel-fit-in-die-klimazukunft-das-projekt

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