Biogasanlage mit Fernwärmelieferung in Wallsee-Sindelburg

Gemeinde: Wallsee-Sindelburg, Bundesland: Niederösterreich

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/marktgemeinde-wallsee-sindelburg

Weblink Gemeinde: www.wallsee-sindelburg.gv.at

Kurzbeschreibung:
Verwertung der landw. Produkte im Ort, Erzeugung von umweltfreundlichem Strom, mit der Abwärme werden öffentliche und private Gebäude beheizt, dies stellt eine erhebliche Einsparung an Heizöl etc. dar. 5 Landwirte haben sich zu einer Gen.mbH zusammengeschlossen.

icon Erneuerbare Energien

Projektkategorie:
Erneuerbare Energien

Walter Rosenberger

Ansprechperson:
Umweltgemeinderat Walter Rosenberger

Tel.: 0664/4832446

E-Mail: Walter.Rosenberger1@aon.at

bzw. Ökoenergie Wallsee-Sindelburg GenmbH

Tel: 07433 70182, E-Mail: office@oekoenergie-wallsee.at

Projektinhalt und Ziel:

Das erzeugte Biogas wird in einer Kraft-Wärme-Koppelung (Motor mit Generator) zu Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und zu einem geringen Teil in der Anlage verwendet. Die anfallende Wärme wird teilweise zum Beheizen von Behältern und Räumlichkeiten in der Anlage benötigt, der Großteil wird in das Biomasse-Fernwärmenetz mit 2,3 km Länge eingespeist. Angeschlossen sind 1 Pensionistenheim, 1 Hauptschule, 1 Kindergarten, 2 Wohnblöcke sowie 30 Einfamilienhäuser.

Projektablauf:

Zwei Umstände im besonderen führten letztendlich zum Bau der Biogasanlage Wallsee. Zum einen war die Wärmeversorgung der örtlichen Hauptschule und des Landespensionistenheimes sicherzustellen, andererseits war man bestrebt die Wertschöpfung der Region durch das Veredeln landwirtschaftlicher Rohstoffe zu erhöhen. So kam man 2002 zu dem Beschluss die Biogasanlage zu errichten. Die Anlage wurde in den Jahren 2004/05 errichtet.

Besonderheiten:
Durch einen eigenen Puffertank mit 48 m³ in der Anlage und kleine Puffertanks bei den Abnehmern mit 1 m³ sowie einen Spitzenlastkessel mit 900 kW thermischer Leistung können mit nur 530 kW thermischer Leistung des Jenbacher Motors für das Fernwärmenetz 1400 kW Anschlussleistung erzielt werden.

Aufgrund des vorhandenen Spitzenlastkessels, der wahlweise mit Biogas oder Biodiesel betrieben werden kann, konnte auf eine Gasfackel als Gasvernichter verzichtet werden.

Die Rührwerke der Anlage (Propellerrührwerke mit 1m Durchmesser) können bei laufendem Betrieb ausgebaut werden, wodurch auf den Einbau von zusätzlichen Zapfrührwerken verzichtet werden konnte.

Um den Boden zu schonen wird die Biogasgülle durch Verschlauchung ausgebracht. Das bedeutet, dass ein Güllecontainer am Wegesrand abgestellt wird und die Gülle mit Pumpe und Schleppschlauch über das Feld verteilt wird. Durch erbrachte Eigenleistungen konnten rund 1/4 der Baukosten eingespart werden.

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

€ 2,9 Mio. Investitionskosten

Einnahmenstruktur: Die erzielten Einnahmen ergeben sich durch den Verkauf von Strom (€c 14,5/kWh) & Wärme (€ 58/MWh)

Nachweisbare CO2 Einsparung in Tonnen:

keine Angaben

Projekterfolge:

Das Projekt funktioniert einwandfrei. Es konnte sogar mehr Strom und Wärme produziert werden als geplant.  Bei der Eröffnung waren Interessierte aus anderen Gemeinden anwesend um sich über dieses Projekt zu informieren.

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Restströme: Biogasgülle – wird zu 100% auf landwirtschaftlichen Flächen durch "Verschlauchung" ausgebracht. Ca. 12.000 t Gülle fallen jährlich an. Jahresbetriebsstunden: 8.560 h/a, Jahresproduktion: 4.255 MWh/a elektrisch

Motivationsfaktoren:

Beratung/Planung (Biogas&Fernwärme): Fa. Agrinz, Fa. Berger, AGRAR PLUS; Baudurchführung: Fa. Leitner (Tiefbau), Fa. Wolf (Silobau), Fa. Schorn (Automatisierung), Fa. Spreitzer (Elektrik), Ceno-Tec (Planer)

Laufender Betrieb: Fa. Spreitzer (Elektrik), Fa. Schorn (Automatisierung)

Projektrelevante Webadresse:

http://www.energyprojects.at/detail.php?proj_id=34

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