Biomasseheizwerk in Kuchl

Gemeinde: Kuchl, Bundesland: Salzburg

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/kuchl

Weblink Gemeinde: www.kuchl.net

Kurzbeschreibung:
Durch den Beschluss der Gemeindevertretung vom 02.07.1999 wurden sämtliche Gemeindegebäude an das Fernheizwerk angeschlossen.Dessen Wirtschaftlichkeit wurde garantiert und damit seine Realisierung ermöglicht.

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Projektkategorie:
Erneuerbare Energien

Eva Pohn-Weidinger

Eva Pohn-Weidinger

Klimabündnisbeauftragte

Tel.: 06244-7124

E-Mail: pohn-w@aon.at

Persönliches Statement:

Das Heizwerk ist der wichtigste Lieferant für Heizung und Warmwasser für den Ortskern Kuchls. Seine Errichtung durch die  "Bäuerliche Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft" ist ein erster Schritt in Richtung Unabhängigkeit von externen Energielieferanten, d.h. in Richtung Autarkie. Eva Pohn-Weidinger

Projektinhalt und Ziel:

Derzeit wird ein Heizölverbrauch von ca. 1 Million Liter/Jahr durch umweltfreundliche CO2 neutrale Biomasse ersetzt. Der für 2009 geplante, zusätzliche Heizofen wird die Leistungsfähigkeit des Heizwerkes um etwa 50% erhöhen.

Projektablauf:

Betreiber: "Bäuerliche Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft Kuchl"
11 Landwirte, Obmann Pankraz Seiwald
Jährliche Wärmemenge: 6-8 Mio kWh ( 3-4 Mio kWh zu Beginn ) für
8 Gemeindegebäude 2,25 Mio kWh, Kindergarten, Turnhalle, Volks- und Hauptschule, Neues Seniorenheim, Mehrzweckhaus, Gemeindeamt, Bauhof
150 Privatanschlüsse: darunter Pfarre und Gasthöfe, 2 Wohnblöcke (Kuchl Nord), Wohnblock (bei Dantendorfer). Anschlussplanung für ca. 20 Objekte
Leitungsnetz: ca. 8 km
Hackgut: größtenteils aus den umliegenden Wäldern Kuchls.
Beginn der Heizung: 18. Oktober 1999

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Bis heute Investitionen ca. 3,3 Mio €, 50% davon wurden mit öffentliche Förderungen abgedeckt.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen:

ca. 2 800 t/Jahr
Vergleich: Fassungsvermögen eines Milchtankwagens ca. 15 000 l
2 800 t CO2wären das Fassungsvermögen von ca. 185 Milchtankwägen

Projekterfolge:

Kuchl hat im Jahr 2000 beim österreichischen Klimabündnistreffen den Sonderpreis der Jury in der Kategorie 2 (Gemeinden 5.000 - 15.000 EinwohnerInnen) u.a. wegen des Biomasseheizwerkes erhalten. Das Heizwerk wurde sofort sehr gut angenommen, das beweisen die ca. 150 privaten Anschlüsse, da die Kunden zufrieden sind und das Versorgungsnetz wird seit Beginn ständig erweitert.

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Der geplante, zusätzliche Heizofen wird die Leistungsfähigkeit des Heizwerkes um etwa 50% erhöhen.


 

Motivationsfaktoren:

Die Nutzung von lokalen Ressourcen (Biomasse) ist positiv für die Umwelt und die Wirtschaft vorort.
Die Gemeinderätin Eva Pohn-Weidinger hat den Beschluss der Gemeindevertretung vom 02.07.1999 erwirkt  und dadurch wurden sämtliche Gemeindegebäude an das Fernheizwerk angeschlossen und die jetzigen Betreiber wurden bei allen Angelegenheiten zur Realisierung unterstützt.

Umgesetzt hat es die „Bäuerliche Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft“ (11 Kuchler Landwirte), welche auch Betreiber ist und das benötigte Grundstück bereits besessen hatte.

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