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Straden

Mitglied seit: 1995
Einwohner: 3692

BürgermeisterIn: Gerhard Konrad

Adresse: 8345 Straden, Nr. 2
Tel: 03473 8261
Weblink: www.straden.gv.at

Die Nahwärme Straden ARGE stellt sich vor:



Bezieher der Nahwärme Straden:

Hauptschule Straden, Turnhalle, Marktzentrum Straden 25, Gemeindeamt, Rüsthaus der FF Straden, Musikschule

Im Zusammenhang mit dem Projekt Seidl entstand im Frühjahr des Jahres 2003 die Idee, für dieses Objekt ein Biomasseheizwerk zu errichten. Der zentrale Standort bot die einmalige Gelegenheit, auf Vorschlag von Bgm. Schuster auch die umliegenden öffentlichen Gebäude miteinzubeziehen. Aus einem großen Interessentenkreis kristallisierten sich schließlich die jetzigen vier Betreiber heraus, die im Sommer mit der konkreten Planung begannen.

Die Grundüberlegungen mit all ihren Vorteilen waren





     
  • Entfall von CO2-Emissionen der Ölheizungen
     
  • hohe Wertschöpfung für heimische Landwirte durch Beteiligungen und Hackschnitzellieferung 
     
  • Bindung des Kapitals an den Wirtschaftsraum Straden (Finanzen und Investition)
     
  • Bauausführung durch heimische Unternehmer

Der Anschluss von vorläufig sechs Gebäuden im 1. Bauabschnitt (Straden 25, Musikschule, Hauptschule, Turnhalle, Rüsthaus und Gemeindeamt) ermöglichte ein Förderansuchen an Bund und Land. Für die Förderzusage war eine Absichtserklärung des Bürgermeisters für den Anschluss der öffentlichen Gebäude Bedingung. Das Projekt Nahwärme Straden fand von Anfang an auch große Zustimmung bei der Bevölkerung und wurde vom Gemeinderat der Marktgemeinde Straden im Herbst einstimmig befürwortet. Für die 500 KW Heizanlage wurde der Keller des alten Musikheimes (jetzt Musikschule) in Straden 58 von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Der unterirdische Hackgutbunker wird im ehemaligen Seidl-Garten errichtet. So stand einem Baubeginn nichts mehr im Wege. Durch die günstigen Witterungsbedingungen schreitet der Bau zügig voran. Mitte Februar 2004 sollten die öffentlichen Gebäude bereits mit Biomasse beheizt werden. Diese Rekordzeit ist durch gute Planung und Zusammenarbeit der vier Betreiber (Konrad Gerhard, Bund Josef, DI Pattista Andreas und Ing. Repnik Gerhard) und der beteiligten Firmen möglich. Der 1. Bauabschnitt hat ein Investitionsvolumen von ca. 500.000,- Euro. Die notwendigen 1000 Schüttraummeter Hackschnitzel pro Jahr sollen nach Möglichkeit zur Gänze aus heimischen Wäldern bezogen werden. Daher werden heimische Landwirte für Beteiligungen und Hackschnitzellieferung gesucht.

Hackschnitzellieferungs- und Beteiligungsbedingungen:





     
  • Die einzelnen Lieferungen werden von Wärmeversorgungsunternehmen (WVU) 14 Tage vor dem Liefertermin abgerufen, die Lieferzeit beträgt maximal eine Woche. Übergabeort ist das Hackgutlager im unmittelbaren Bereich der Heizzentrale des WVU-s . Die Einbringung erfolgt seitens des Lieferanten über die Einbringöffnungen. Die Übernahmezeiten am Übergabeort werden wie folgt festgelegt: ausserhalb der Geschäftsöffnungszeiten: Montag bis Freitag, 18.00-20.00 Uhr, Samstags, ab 14.00-20.00 Uhr. 
     
  • Eigenschaften des Holzhackgutes: G 30 (Feinhackgut) bis max. G 60 (Grobhackgut), Holzhackgut mit einer Nennlänge von 30 mm. Der Rückstand auf dem Grobsieb mit den Nenn-Maschenweite 16 mm und der Durchgang durch das Mittelsieb mit der Nenn-Maschenweite 2,8 mm darf höchstens je 20 % der Gesamtmasse betragen. Einzelstücke des Grobanteiles sind bis zu einem Querschnitt von 3 qcm und einer Länge von 8,5 cm zulässig. Der Feinstanteil ist mit höchstens 4 % der Gesamtmasse begrenzt. Der Wassergehalt darf maximal 40 % betragen. Die Bestimmung des Wassergehaltes erfolgt nach ÖN M 7133 mit dem vom Österr. Holzforschungsinstitut entwickeltem Schnellmessgerät.
     
  • Der Verrechnungsbetrag für die Liefermenge eines Monats ist bis spätestens Mitte des darauffolgenden Monats fällig und ist durch Überweisung auf das Konto des Lieferanten zu entrichten.
     
  • Die Vertragslaufzeit beträgt 10 Jahre und verlängert sich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn nicht einer der Vertragspartner unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Jahr kündigt. Kündigungstermin ist für diesen Fall jeweils der 30. Juni.
     
  • Für die erste Baustufe wird das Heizwerk inkl. Verteileranlage mit 300 Anteilen bewertet. Mit Einbringung des Mindestkapitales von € 1.000,- erwirbt der Anteilswerber 1 Anteil im Gegenwert von 3 ha Waldfläche á 5 SRM und das Recht auf Lieferung von 15 SRM Hackgut in der geforderten Qualität zu einem für 7,5 Jahre garantierten Mindestpreis von € 14,00 zuzüglich des am Jahresende von der Fernwärme erwirtschafteten Gewinnanteiles zum aliquoten Teil. Der Gewinnanteil wird anhand der Bilanz des vorangegangenen Wirtschaftsjahres seitens eines Wirtschaftstreuhänders ermittelt. Sollte die gelieferte Menge an Hackschnitzel größer als die erworbenen Anteile sein, so wird die Menge, welche die Anteilsmenge überschreitet, zum marktüblichen Preis abgerechnet. Stichtag ist der Liefertag. 
     
  • Mit der Ausschüttung von Gewinnen ist nach derzeitigen Berechnungen nach 10 bis 15 Jahren Betrieb zu rechnen.

Nochmals Danke an alle, die mit Weitblick und vor allem mit Überblick dieses für die Marktgemeinde Straden einmalige Projekt unterstützen und befürwortet haben.

Sprecher der Nahwärme und Miteigentümer: Josef Bund

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ECOMOB - Equal Chances of Mobility in Rural Space

 

ECOMOB zielt auf die Chancengleichheit in der Mobilitätsteilhabe von Jugendlichen im Ländlichen Raum unter der Prämisse der Nachhaltigkeit. Es bedeutet eine Verbesserung der Mobilitätsteilhabe vor allem nicht-motorisierter Jugendlicher und damit eine Erweiterung der Wahlmöglichkeiten und Handlungsfreiräume.

 

Die Marktgemeinde Straden mit ca. 1670 BewohnerInnen – davon ca. 150 Jugendliche –wurde als Beispielsgemeinde ausgewählt, weil sie eine „typische“ Land-Gemeinde ist – gekennzeichnet von Streusiedlungsgebieten und langen Wegen. D. h. Jugendliche ohne eigenes Fahrzeug sind auf Hol- und Bringdienste durch andere Menschen angewiesen.

 

Die Ergebnisse von ECOMOB sind Handreichungen für kommunalplanerische und regionalpolitische Maßnahmen sowie Mobilitätsinitiativen, welche aus den Prinzipien der vorgefundenen Beispiele abgeleitet werden und für ähnlich strukturierte Gemeinden angewandt werden können.

Nähere Informationen zu ECOMOB finden Sie hier.

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