Bezirkskrankenhaus Schwaz setzt auf das Fahrrad

Das Fahrrad erlebt einen neuen Frühling im Bezirkskrankenhaus Schwaz. Im Interview erzählt die Geschäftsführerin Margit Holzhammer vom Zusammenhang zwischen Gesundheit und Klimaschutz und wie sie ihr Team zum umweltfreundlichen Fortbewegen motivieren will.

Foto: (c) Lackner-Pöschl

Klimaschutz und Gesundheit – wie hängen die beiden Themen für Sie zusammen?

Als Krankenhaus sind wir natürlich daran interessiert, Menschen gesund zu halten. Klimaschutz ist in diesem Sinne für mich eine Präventionsmaßnahme: saubere Luft und sauberes Wasser tragen zu einem gesunden Lebensstil bei. Genauso wie regelmäßige Bewegung, zum Beispiel durch Radfahren. Da gibt es viele Zusammenhänge.

2018 ist euer Betrieb dem Klimabündnis-Netzwerk beigetreten – Was hat euch dazu bewegt?

Zum einen ganz klar der Netzwerkgedanke – sich mit anderen Playern in diesem Feld austauschen zu können. Zusätzlich haben wir durch die Arbeit mit dem Klimabündnis Tirol eine gute Orientierungshilfe gewonnen: In welchem Bereich sind wir schon ganz gut, wo können wir uns noch verbessern. So sind wir auch auf einen Schwerpunkt gestoßen: Mobilität.

Welche Herausforderungen stellen sich im Bereich Mobilität für euch?

Im Zuge einer Erhebung haben wir herausgefunden, dass viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Arbeitswege unter fünf Kilometer mit dem Auto zurücklegen. Für diese Gruppe möchten wir das Fahrrad attraktiver machen.  Für all jene, die mit den Öffis zur Arbeit kommen, versuchen wir Dienstzeiten und Öffi-Fahrpläne besser aufeinander abzustimmen.

Stichwort Fahrrad – welche Pläne habt ihr um das Radfahren attraktiver zu machen?

Zum einen planen wir ein sogenanntes Radhaus – überdachte, gesicherte Radabstellplätze für alle, die mit dem Rad zur Arbeit kommen. Wer gerne mal ein E-Bike ausprobieren möchte, kann das über unseren E-Bike-Verleih tun. Vier E-Bikes stehen dafür zur Verfügung. Und auch bei unserem Sattelfest am 26. April (siehe Veranstaltungstipp unten) steht das Fahrrad im Mittelpunkt.

Warum ist es für uns so schwierig, etwas an unserem Mobilitätsverhalten zu ändern?

Oft hat es mit Bequemlichkeit zu tun. Aber es gibt auch viele Menschen, die auf das Auto angewiesen sind um ihr Familien- und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen. Hier fehlen oft noch die passenden Lösungen.

Welche Lösungen könnten das sein? Welche Mobilitätsformen haben wir in 50 Jahren in Tirol?

Ich finde die Idee der selbstfahrenden Autos spannend, die eine ganz neue Form des E-Car-Sharings ermöglichen würden. Aus meiner Sicht kann E-Mobilität aber nur ein Zwischenschritt zu einer nachhaltigen Mobilität sein. Wann wird eigentlich das Beamen erfunden?

Veranstaltungstipp: SattelFEST des BKH Schwaz und der Stadt Schwaz
26. April 2019, 13:00 Uhr, BKH Schwaz
Kinderprogramm, Infotische, kostenloses Radservice und vieles mehr!

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