Kreislaufwirtschaft Lassee

Gemeinde: Lassee, Bundesland: Niederösterreich

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/marktgemeinde-lassee

Weblink Gemeinde: www.lassee.at

Kurzbeschreibung:
Ein Kreislauf von Abwasserentsorgung mit Klärschlammverwertung und der örtlichen Landwirtschaft mit der Fernwärme - so entstand das Erfolgsmodell im kommunalen Umweltschutz in der Marktgemeinde Lassee.

icon Bodenschutz und Raumplanung

Projektkategorie:
Bodenschutz und Raumplanung

Bgm. DI Karl Grammanitsch

Ansprechperson:
Bgm. DI Karl Grammanitsch

Tel.: 02213 2311-13

E-mail: gemeinde@lassee.gv.at

Persönliches Statement:

Dieses umfangreiche Konzept einer ökologischen Kreislaufwirtschaft inkl. Energiekonzept kann als funktionierendes Modell vielen Gemeinden dienen, vor allem den Gemeinden in den früheren Staaten Osteuropas eine sehr hilfreiche Grundlage beim Aufbau der Infrastruktur und der Abfallwirtschaft sein.

Bürgermeister DI Karl Grammanitsch

Projektinhalt und Ziel:

- Weiterentwicklung der kommunalen ökologischen Kreislaufwirtschaft zu einem nachhaltigen Umweltmodell
- Wege zur autarken Energieversorgung unter Nutzung von euneuerbaren Energieträgern
- Praktische Umsetzung der Zeile des Boden- und Klimabündnisses

Projektablauf:

Kompostieren – Biomüll für die Umwelt:

Die Marktgemeinde Lassee betreibt seit 1993 gemeinsam mit dem GVU - dem Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Bezirk Gänserndorf - eine Kompostanlage. Die Verwertung der organischen Abfälle durch Kompostierung trägt zum einen zu einer Reduktion der Abfallmengen bei und liefert zum anderen hervorragenden Qualitätskompost. Durch seine Verwertung, sowohl in der Landwirtschaft (auch Biolandwirte), als auch im Garten- und Landschaftsbau ist die Rückführung eines Produktes in den ökologischen Kreislauf möglich.


Fernheizen – Energie vom Acker:
1991 wurde in Lassee eine Genossenschaft gegründet, welche sich zum Ziel setzte, das in der auf Getreideanbau spezialisierten Gemeinde anfallende Endprodukt Stroh in Wärme für die Gemeindehaushalte umzuwandeln. Heute zählt diese Genossenschaft rund 380 Mitglieder. Zu ihnen gehören sowohl die Landwirte, welche das Stroh an das Fernwärmewerk liefern, als auch die Wärmeabnehmer, also die Privathaushalte und die öffentlichen Gebäude der Gemeinde. Die beim Verbrennungsprozess anfallende Asche wird dem Kompost beigemengt und führt so zu einer Aufwertung dieses Produktes (Kali und Phosphor).


Verwerten – Klärschlamm als Dünger:
Die Verwertung von Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Böden ist eine ökonomisch und ökologisch günstige Variante der Kreislaufschließung. Die im Klärschlamm enthaltenen Nährstoffe und die organische Substanz werden von den landwirtschaftlichen Kulturen optimal für ihr Wachstum genützt. Der Klärschlamm der Marktgemeinde Lassee besitzt Qualitätsklasse II und liegt damit in der besten für kommunale Kläranlagen erreichbaren Qualität. Alljährlich erhalten wir das Klärschlammgütesiegel. Er wird auf von Landwirten bewirtschafteten gemeindeeigenen Böden ausgebracht, die genauso wie der Klärschlamm laufenden Kontrollen unterzogen werden.

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Gesamtwertschöpfung: € 300.000,00/Jahr

Nachweisbare CO2 Einsparung:

keine Angaben

Projekterfolge:

Kostenreduktion, Kreislaufwirtschaft und Wertstoffrückführung (Phosphor!), Reduktion der Transportwege

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Reduktion der Transportwege und Übertragbar auf ähnlich strukturierte Gemeinden (speziell anwendbar für die neuen europäischen Mitgliedsstaaten, wo Abfallwirtschaft und Infrastruktur im Aufbau).

Mit zwei Nachbargemeinden wurde bereits ein Energiekonzept erstellt, um weitere Möglichkeiten, auf erneuerbare Energieträger umzusteigen bzw. Energieeinsparungen vorzunehmen und zu nutzen. Eine Maßnahme ist die Investition in eine Pelletsanlage (für Hackgut aber auch Stroh) damit man Hausbesitzer, die nicht an die Fernwärme angeschlossen werden können, auf erneuerbare Energieträger umstellen kann. Holz und Stroh ist in ausreichender Menge vorhanden, kommt aus der Region. Diese Pelletsanlage soll im Rahmen des Projektes auch als Forschungsanlage dienen, um insbesondere die Zumischung von Stroh zu optimieren.

Motivationsfaktoren:

Die Gemeinde Lassee hat bereits ein ökologisches Kreislaufwirtschaftskonzept umgesetzt. Dabei entsteht seit 1993 in einem Kompostwerk (mit dem Abfallverband des Bezirkes Gänserndorf) aus den organischen Abfällen Qualitätskompost und dieser wird landwirtschaftlich verwertet. Ebenso landwirtschaftlich verwertet wird der Klärschlamm, eine ökologisch und ökonomisch günstige Variante der Kreislaufschließung. Nährstoffe und organische Substanz werden optimal genutzt.

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