Lichtwellenleiter kommunizierende Solarheizwerke Gleisdorf

Gemeinde: Gleisdorf, Bundesland: Steiermark

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/gleisdorf

Weblink Gemeinde: www.gleisdorf.at/

Kurzbeschreibung:
Das Rüsthaus der Feuerwehr (mit neuer Heizzentrale) und das Schwimmbad in Gleisdorf werden mittels Fernwärme miteinander vernetzt. Die Regelung und Abstimmung erfolgt mittels Lichtwellenleiter über die Stadtwerke Gleisdorf. Den Bewohnern der Hartbergerstraße wird ebenfalls eine Anschlussmöglichkeit gegeben.

icon Erneuerbare Energien

Projektkategorie:
Erneuerbare Energien

Karl Hierzer

Ansprechperson:
Ing. Karl Hierzer

Tel.: 03112 2653 221

E-Mail: k.hierzer@stadtwerke-gleisdorf.at

Persönliches Statement:

"Mit diesem Projekt wollen wir einen weiteren Schritt im Gleisdorfer Klimaschutzprogramm setzen", so Umweltreferent Ing. Karl Hierzer der Stadt Gleisdorf.

Heizhaus

Projektinhalt und Ziel:

Projektinhalt ist die Neuerrichtung eines Solarheizwerkes im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr (Grundstück Nr. 103/13) in Gleisdorf. Das Rüsthaus mit Nebengebäude wurde 1985 errichtet.

Die nicht mehr zeitgemäße Stromheizung wird gegen eine neue Biomasseheizung und eine Solaranlage ersetzt. Der neue Biomassekessel wird hauptsächlich mit Pellets beheizt werden. Für die Unterbringung des Heizungskessels wird an der Nordostseite des Gebäudes ein Heizhaus errichtet. In diesem werden zwei Pufferspeicher, die erforderliche Haustechnik und das Pelletlager untergebracht.
Der gesamte Umbau soll bis Sepember 2009 fertig gestellt werden.

Dieses neue Solarheizwerk wird mittels Nahwärmeleitung mit einem baugleichen Solarheizwerk hydraulisch und regeltechnisch (mittels Lichtwellenleiter) verbunden. Dieses baugleiche Solarheizwerk befindet sich ca 300m entfernt und beheizt derzeit das Wellenbad mit Wellness-Bereich.

Die neue Nahwärmeleitung geht direkt durch eine Siedlung mit 100 Wohnungen, die derzeit mit Elektroheizung beheizt werden. Es ist angedacht, diese 1980 errichtete Wohnsiedlung komplett thermisch zu sanieren und auf Nahwärme umzustellen. Selbst die Brauchwasserbereitung wird von E-Boiler auf Nahwärme umgestellt. Durch diese Maßnahme sinken die Heizkosten um 1/3 (bei gleichem Verbrauch – Strom zu Fernwärme), und um weitere 30% durch die thermische Sanierung. 

Weiters bieten wir allen Wohnungsbesitzern durch die neue Lichtwellenleitertechnik Internettelefonie und Internetfernsehen an. Die beiden Solarheizwerke und die Übergabestationen sind über Lichtwellenleiter mit der Leitwarte bei uns in der Stadtwerke Gleisdorf GmbH verbunden, ein diesbezügliches Netzwerk wurde aufgebaut. Sämtliche Regelungs- und Steuerungsvorgänge werden von der Leitwarte durchgeführt. Diese Adaption war möglich, da die bestehende Leitwarte bereits für das Wasserwerk und das E-Werk besteht, und jetzt auch für die Fernwärmeversorgung genutzt wird.

Projektablauf:

Dez. 2008 - Sept. 2010

Solar und Fotovoltaikanlage Gleisdorf

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Summe:
Heizhaus, Lagerraum 366 m³ a € 350: € 130.000
Heizzentrale Biomasse 400KW inkl. Puffer 16000 L: € 165.000
Solaranlage 300 m²: € 100.000
Fernwärmeleitungen Installation: € 110.000
Fernwärmeleitungen Grabarbeiten: € 45.000
Übergabestationen: € 50.000
Regelung: € 60.000
Projektierung: € 40.000
Summe: € 700.000
 

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen:

ca. 561 Tonnen

Projekterfolge:

Climate Star 2009 und Klimaschutzgemeinde 2009 (ORF und Lebensministerium) für "Leben im Sonnenzeitalter". Bis 2015 sollen in Gleisdorf 25% der Wärmeversorgung und 100% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien kommen. 2007 erfolgte eine gründliche Ist-Analyse: Von allen 1.500 Gebäuden wurden Daten über den energetischen und baulichen Zustand erhoben, ausgewertet und in einem elektronischen Kataster dargestellt. Auf dieser Grundlage wurde berechnet, wie viele Sonnenkollektoren und PV-Anlagen, energetische Gebäudesanierungen, Biomasseheizungen und Elektrofahrzeuge Gleisdorf bis 2015 benötigt. Bisher erreicht: 250 PV-Anlagen und 2.750 m2 Sonnenkollektoren sind montiert, Biomasseheizungen und ein Pflanzenöl-BHKW sind gebaut, 50 Elektrofahrzeuge fahren und tanken in Gleisdorf. Energiemanagement in den öffentlichen Gebäuden ist fast selbstverständlich und der Umsetzungsstand des Gesamtprojektes wird jährlich evaluiert.

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

5 weiter gleiche Biomasseheizwerke mit Solaranlagen und Lichtwellenleitern werden in Gleisdorf bis 2015 errichtet

Motivationsfaktoren:

Klimaschutz Gleisdorf ist ein ambitioniertes Zukunftsprogramm, das mit einer Energiedatenerhebung aller 1.500 Objekte in Gleisdorf begonnen hat und bis zum Jahr 2015 eine deutliche Verbesserung des Klimas und der Umwelt zum Ziele hat. Mit umfassenden Wärmedämmmaßnahmen, Errichtung von Biomasseheizwerken, Fernwärmeeinrichtungen, Solar- und Photovoltaikanlagen wird die erneuerbare Energie in den Bereichen Wärme, Warmwasser, Strom um 25 % gesteigert und dabei gleichzeitig der Energieverbrauch und die CO2 Emissionen um 20 % gesenkt.

 

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