Nahwärme in Steinbach an der Steyr

Gemeinde: Steinbach an der Steyr, Bundesland: Oberösterreich

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/steinbach-a-d-steyr

Weblink Gemeinde: www.steinbachsteyr.at/

Kurzbeschreibung:
Eine Genossenschaft mit 21 Mitgliedern errichtete 5 dezentrale Hackschnitzel-Heizanlagen und das dazugehörigen Mikronetz. Mit diesem Heizsystem kann jedem/r Hausbesitzer/in im verbauten Gebiet von Steinbach ein Anschluss an das umweltfreundliche Nahwäremnetz angeboten werden. Sämtliche öffentliche Gebäude und sämtliche Mehrwohnungshäuser (Wohnanlagen) sind seit Projektbeginn angeschlossen.

icon Erneuerbare Energien

Projektkategorie:
Erneuerbare Energien

Ing. Karl Sieghartsleitner (Quelle: Gemeinde Steinbach a.d. Steyr)

Ing. Karl Sieghartsleitner

E-Mail: vfe.steinbach@aon.at

Tel.: 0 72 57-84 11

Persönliches Statement:

"Unsere WaldbesitzerInnen haben frühzeitig die Sinnhaftigkeit der Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Wärmeerzeugung erkannt. Besonders der störungsfreie und kostensparende Betrieb der dezentralen Heizanlagen begeistert mich. In Zusammenwirken mit Solarenergie haben wir eine zukunftsfähige Wärmevesorgung im Ort. Da auch der elektrische Strom in einem modernisierten Kleinkraftwerk erzeugt wird, sind wir beinahe energieautark." Ing. Karl Sieghartseithner, Altbürgermeister

(Quelle: Gemeinde Steinbach a.d. Steyr)

Projektinhalt und Ziel:

Das Projektziel ist, dass für die Wärmeversorgung der Gemeinde regionalen Potentiale genutzt werden und dass dazu Biomasse in einer Hackschitzelanlage verwendet wird. Es wird angestrebt, dass 90% des Energieverbrauches für Heizungen durch nachwachsende Rohstoffe gedeckt werden.

Projektablauf:

Der Projektbeginn war schon im Jahr 1990. Es wurde eine Genossenschaft gegründet und die Idee der dezentralen Heizanlagen mit den jeweiligen Mikronetzen und Wärmetauschern in den Häusern wurde schrittweise umgesetzt. ExpertInnen wurden während der Planung und Umsetzung miteingezogen. Die Errichtung der Heizwerke erfolgte bis 1999. Erweiterungen des Versorgungsnetzes finden fortlaufend statt.

(Quelle: Gemeinde Steinbach a.d. Steyr)

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Kosten: 1.342.830,- Euro


Für das Heizwerk 1 und 2 konnte eine Landesförderung lukriert werden. Die Heizwerke 3,4 und 5 wurden aus EU Mitteln gefördert.
Seit der Erhöhung der Heizölpreise ergaben sich bis zu 25% Heizkosteneinsparung für die WärmeabnehmerInnen. Die Amortisation der Errichtungskosten ist für 15 Jahren ab Errichtung berechnet.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen:

keine Angaben

Projekterfolge:

  • Klimabündnispreis an die Gemeinde Steinbach/Steyr
  • Im Rahmen des Projekts KomKlimA (Kommunaler Klimaschutz-Aktionsplan für Österreich) wurde dieses innovative Nahwärmenetz in der Kategorie "Energiespeichertechnologien" als vorzeigewürdiges Best-Practice-Beispiel ausgezeichnet. http://www.komklima.at

Das Nahwärme-Projekt wird heute in verschiedenen Broschüren dargestellt. Von der Ortsbevölkerung Steinbach/Steyr wird das Projekt sehr positiv aufgenommen.

Die Abwicklung der EU Förderung war teilweise schwierig und aufwändig.

www.komklima.at

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Zeitplanung für Errichtung von Anlagen:

  • Kanalbau und Wasserleitungsverlegungen der Gemeinde wurden mit Verlegung der Heizungsrohre koordiniert, wodurch Kosteneinsparungen möglich sind.
  • CO2 Einsparung und Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe, sowie Einsparung bei den Heizkosten, und Erhöhung der Wertschöpfung aus Bauernwäldern

Projektrelevaten Webadressen:

weitere Informationen zu den Heizanlagen finden Sie hier

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