PEDIBUS - Autobus auf Füßen in Eisenstadt

Gemeinde: Eisenstadt, Bundesland: Burgenland

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/eisenstadt

Weblink Gemeinde: www.eisenstadt.at

Kurzbeschreibung:
Entlang von „Buslinien“ haben die SchülerInnen die Möglichkeit, zu Fuß mit ihren MitschülerInnen selbstständig aber sicher zur Schule zu gehen. Ein Elternteil begleitet den so genannten "Autobus auf Füßen" als "BuslenkerIn". Auch sonst hat der Pedibus alles, was ein Bus braucht: Durch die "Haltestellen" und den "Fahrplan" werden mehrere Kinder gesammelt und es bedarf daher weniger Begleitpersonen. Positive Auswirkungen hat dieses Mobilitätsprojekt nicht nur auf das reduzierte Verkehrsaufkommen, sondern auch auf die Gesundheit und den Spaßfaktor am Schulweg!

icon Mobilität

Projektkategorie:
Mobilität

Maximilian Schulyok

E-Mail: kommunikation@eisenstadt.at

Tel.: 0043-26 82-70 57 12

Projektinhalt und Ziel:

Wichtige Ziele dieses Projekts sind die Verringerung des Verkehrs und die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Vor den Schulen konnte der morgentliche Verkehr um etwa 60% verringert werden.

Die Initiative ist ein wichtiger Impuls für mehr Sicherheit auf den Schulwegen. Das gemeinsame Zufußgehen schafft aber auch Freundschaften und macht Spaß!

Projektablauf:

Die Entwicklung des Pedibus ist ein Ergebnis aus einem umfassenden schulischen Mobilitätsmanagement-Projekts. Nach einer Umbauphase übersiedelte die Volksschule St. Georgen im Herbst 2006 wieder an ihren alten Standort. Um Verkehrsprobleme vor der Schule in den Griff zu bekommen, wurde eine Umfeldanalyse erstellt und gemeinsam mit Schul-, Eltern-, GemeindevertreterInnen und Polizei das Umfeld begangen, um etwaige Gefahrenstellen zu definieren . Per Fragebogen wurde das Mobilitätsverhalten aller SchülerInnen erhoben (Rücklauf 96%) und ausgewertet. Das Ergebnis dieses Projekts ist das Pilotprojekt Pedibus.

Unter Rücksichtnahme der Wohnadressen der SchülerInnen (1. und 2. Klasse) wurden 3 Linien definiert. Bei einem Elternabend wurde das Projekt vorgestellt und einige Eltern zeigten Interesse als PedibusbegleiterInnen dabei zu sein. Die rechtliche Sicherheit ist durch eine Versicherung des Magistrates gegeben. Die PedibusbegleiterInnen werden als SchülerlotsInnen "vom Magistrat beauftragt" und erhalten nach der polizeilichen Einschulung auch eine Art Ausweis.

Im Schuljahr 07/08 wurde dann ein zeitlich beschränktes Pilotprojekt durchgeführt. Mit den Eltern der nächsten 1. Klassen gab es dann im Juni vor Schulbeginn die ersten konkreten Gespräche um den Pedibus- Regelbetrieb aufzunehmen – dabei konnte das bereits fertig ausgearbeitete Projekt, unter Einbeziehung der Erfahrungen aus dem Probebetrieb, präsentiert werden.

Um die dörflichen Strukturen in unseren Stadtteilen zu erhalten und die Dorfgemeinschaft zu stärken, hat Eisenstadt in den den vergangenen Jahren den Schulbau auch in den Ortsteilen forciert. So wurden in St. Georgen (2007) und Kleinhöflein (2008) neue Volksschulen errichtet. Diese Strukturen helfen auch, durch kurze Schulwege den Zubringerverkehr einzuschränken und begünstigen das Pedibusprojekt.

Von den anfänglich drei Linien wurden 2 bereits wieder eingestellt, da dort die Kinder bereits alleine den Schulweg antreten können. Das Ziel war immer den Schulweg als "Gehweg" in den Köpfen der Kinder zu definieren und sie soweit mit diesem Schulweg vertraut zu machen, dass sie ihn ohne Begleitung eines/r Erwachsenen bestreiten können.

Der Erfolg des Projekts ist vor allem vom Engagement der Eltern abhängig. Dank der positiven Ergebnisse konnte das Projekt auch auf die neue Volksschule in Kleinhöflein ausgedehnt werden. Im nächsten Schuljahr steht auch die dritte Schule in der Landeshauptstadt auf dem Plan der Projektverantwortlichen.

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Es entstanden keine Kosten durch das Projekt.

Nachweisbare CO2 Einsparungen in Tonnen:

keine Angaben

Projekterfolge:

Das Ziel des Projekts, den morgentlichen Verkehr vor den Schulen um bis zu 60% zu reduzieren, konnte durch das Projekt erreicht werden. Außerdem konnte der Pedibus auf andere Schulwege übernommen und die Sicherheit am Schulweg dadurch gesteigert werden. Ein weiterer Erfolg ist, dass eine gute Kooperation zwischen Schule, Gemeinde und Polizei aufgebaut werden konnte. Durch einen Zeichenwettbewerb, der von einer Lehrerin organisiert wurde, wurden die Haltestellentafeln gestaltet und anschließend von der Gemeinde produziert und montiert.

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Das Projekt soll weiter geführt und im Schuljahr 2009/10 auch noch auf die dritte Eisenstädter Volksschule ausgeweitet werden.

Motivationsfaktoren:

KooperationspartnerInnen: Mobilitätszentrale Burgenland, Stadtpolizei Eisenstadt und Schulen

Projektrelevante Webadressen:

keine Angaben.

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