Projektstruktur

Follower-Prozess

An dieser Stelle wollen wir den Follower-Prozess in den Vordergrund rücken, denn dieser ist für unsere Klimabündnis-Gemeinden im Projekt von essentieller Bedeutung. Dieser Prozess ist vollkommen neu und einzigartig in Österreich: Die Ergebnisse der Mobilitätsforschung werden nicht nur in einzelnen Regionen ausprobiert und evaluiert, sondern neben den vier Pilotregionen sollen die Ergebnisse in weitere ähnliche Gemeinden und Regionen getragen werden. Dafür wurden 23 Klimabündis-Gemeinden und dazupassende Regionen ausgewählt, die Teilergebnisse mitverfolgen und überlegen, wie einzelne Teile der Maßnahmen in ihren Gemeinden adaptiert und implementiert werden können. Eine Vernetzung in dieser Dimension und über ganz Österreich verteilt gab es bislang noch nicht. Diese Gruppe ist die sogenannte Kerngruppe im Followerprozess.

Mittels Newsletter werden alle knapp 1.000 Klimabündnis-Gemeinden vier Mal jährlich über aktuelle Entwicklungen und Teilergebnisse im Projekt informiert. Dies ist die erweiterte Gruppe im Followerprozess.

Zusätzlich werden Ergebnisse über Klimabündis International in alle 26 Mitgliederstaaten getragen. Ein Feedback aus anderen Staaten ist erwünscht und willkommen.


TNG-Prozess

Anstatt im Mobilitätsbereich vorrangig nach neuen technischen Lösungen zu streben, mit denen bestehende Herausforderungen im Mobilitätsystem gelöst werden sollen, richtet sich das Augenmerk in ULTIMOB auch auf die NutzerInnen und die äußeren Rahmenbedingungen (Thema Governance und Public Management – TNG-Prozess). Gerade in diesen Bereichen gilt es Hürden zu überwinden, Vertrauen zu schaffen und neue Modelle für die Zusammenarbeit zu finden, denn digitale Angebote alleine sind nicht in der Lage, fehlende physische Verbindungen oder z.B. ungenügende Taktfrequenzen im ÖV auszugleichen.


"MaaS"

Unter dem Begriff MaaS ('Mobilität als Dienstleistung') wird die Bündelung verschiedener Angebote über alle Verkehrsarten hinweg verstanden, und zwar in Bezug auf Information, Reservierung, Buchung und Bezahlung. Ein wesentlicher Inhalt von ULTIMOB besteht darin, dazu beizutragen, das Thema ‚MaaS‘ in Österreich nachhaltig und im Sinne eines gesellschaftlichen Mehrwerts zu positionieren. Dazu wird ein kontinuierlicher Austausch mit der Initiative ‚MaaS made in Austria‘ des bmvit aufgesetzt. Begleitend wird in ULTIMOB eine „Experimentier- und Lernplattform MaaS“ als neutrale Testumgebung aufgebaut und betrieben.


Vier repräsentative Pilotregionen

Die starke Zersiedelung im Großraum Salzburg ist sowohl für den Alltagsverkehr als auch in der touristischen Mobilität eine große Herausforderung. Hier entwickelt ULTIMOB neue Angebote für PendlerInnen und TouristInnen, mitsamt den dazu notwendigen Planungswerkzeugen und -prozessen.

In der Pilotregion Graz Umgebung gibt es starke Pendelverflechtungen zwischen Zentrum und Umland, insbesondere in dem südlich von Graz gelegenen Bereich. ULTIMOB entwickelt, verbessert und testet hier ein Bündel von innovativen Maßnahmen, wie multimodale Knoten, Mikro-ÖV oder Verkehrsmanagement.

Im Tullnerfeld liegt der Schwerpunkt darin, das Erreichen des überregionalen Bahnhofs Tullnerfeld für die BewohnerInnen der angrenzenden Gemeinden ohne Auto zu ermöglichen, um so den Kapazitätsengpässen der Park&Ride Anlage zu begegnen. Die neu entwickelte Lösung soll in punkto Kosten, Komfort und Fahrzeiten dem privaten PKW ebenbürtig sein.

In der Pilotregion Ötztal stehen die Bedürfnisse von TouristInnen im Vordergrund. Auch hier geht es darum, den Umstieg vom eigenen Auto auf öffentlichen Verkehr für die Anreise und geteilte Autonutzung für die Vor-Ort Mobilität zu unterstützen. ULTIMOB entwickelt hierzu eine Reihe von innovativen Lösungen (Gepäcktransportbörse, ‚peer2tourist‘ Mitnahmeservice u.v.m.).

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