Waste Water Energy in Weiz

Gemeinde: Weiz, Bundesland: Steiermark

Link zur KB Gemeindeseite: www.klimabuendnis.at/weiz

Weblink Gemeinde: www.weiz.at

Kurzbeschreibung:
Die Stadtgemeinde Weiz errichtete in einem Kooperationsprojekt mit ansässigen Unternehmen eine der größten Abwasserwärme-Nutzungsanlagen Europas. Projektziel ist die umweltfreundliche Energiegewinnung aus Abwasser und Lieferung von Messdaten aus der Pilotanlage.

icon Energieeffizienz

Projektkategorie:
Energieeffizienz

Stadtrat Mag. Oswin Donnerer, politischer Leiter e5 Team

Ansprechperson:
Barbara Kulmer

Tel.: 03172/2319/441

E-Mail: barbara.kulmer@weiz.at

Persönliches Statement:

Barbara Kulmer, Umwelt-, Abfall und Energieberaterin der Stadtgemeinde: Das Waste Water Projekt in Weiz ist österreichweit einzigartig. Man kann aus Abwärme von einer Kläranlage Gebäude völlig emissionsfrei beheizen und kühlen. Mit dieser Technologie wird Energie gespart sowie CO2 Emissionen reduziert. Außerdem ist es ein sehr positives Beispiel für public private partnership - einer Zusammenarbeit zwischen zwei Betrieben und einer Kommune.

e5 Team Weiz

Projektinhalt und Ziel:

Alle Büro- und Betriebsgebäude der beteiligten Unternehmen gewinnen ihren Heiz- und Kühlbedarf  aus der Nutzung der Abwärme der gereinigten Abwässer der städtischen Kläranlage. Die bereits installierten Heizanlagen (Ölkessel) sollen nur mehr zur eventuellen Spitzenabdeckung und bei Störfällen der Abwasserwärmepumpe zum Einsatz kommen.


 

Projektablauf:

Im Rahmen der e5-Arbeitsgruppensitzung wurde auf Grundlage eines Antrages der Fa. Harb zur Wärmepumpenförderung, der Vorschlag von Herrn Ing. Ederer (Leiter Wasserwerk Weiz) eingebracht, dem Antragsteller die Möglichkeit einer Wärmegewinnung aus Abwasser vorzuschlagen, da sich der Firmensitz der Fa. Harb im Einzugsgebiet der Kläranlage befindet. Das Abwasser aus der Weizer Kläranlage hat während des ganzen Jahres eine gleichmäßige Temperatur von 9 - 11 Grad Celsius. Rein technisch gesehen ist es nicht schwierig aus dieser Wärme thermische Energie zu gewinnen. Das Problem dabei: gibt es auch Abnehmer, die bereit sind, sich auf ein neues Energiegewinnungsverfahren einzulassen und dazu waren beide Betriebe bereit.


Aus diesem Vorschlag entsprang 2007 die Idee eines der innovativsten Energieprojekte der Steiermark zu realisieren. Noch im Jahre 2007 wurde eine Machbarkeitsstudie von der Fernwärme Weiz GmbH zur Wärme- und Kälteerzeugung aus gereinigtem Abwasser bei der Grazer Energie Agentur in Auftrag gegeben. Die PW Stromversorgungsges.m.b.H und das Autohaus Josef Harb GmbH in Weiz zeigten auf Anfrage der Stadtgemeinde Interesse an der alternativen Energiegewinnung. Potentielle Kosten und Realisierungsmöglichkeiten wurden unter Berücksichtigung dieser Firmen in die Machbarkeitsstudie unter dem Teilbereich Wirtschaftlichkeitsüberprüfung aufgenommen.

Die Firma PW Stromversorgungsges.m.b.H errichtete in der Nähe der Kläranlage ein neues Firmengebäude das Niedrigenergiestandard aufweist. Kosten zur Schaffung der notwendigen Infrastruktur wurden unter den Akteuren aufgeteilt. Nach Fertigstellung der notwendigen Rohrleitungen, Abwasserkänale, Speicherbecken sowie die Installation der Pumpen, Wärmetauscher und Wärmepumpen in den jeweiligen Betriebsgebäuden konnte die Abwasser-Wärme-Nutzungsanlage Anfang 2009 in Betrieb genommen werden.

v.l.n.r.: StR. Mag. Oswin Donnerer, DI Gerd Holzer, BGM Helmut Kienreich und Barbara Kulmer begutachten mit den Abnehmern der Wärme Josef Harb (Autozentrum Harb) u. Mag. Walter Eisenschenk (Energie Steiermark )die Anlage

Angabe bzw. Abschätzung der Kosten in EUR:

Kosten ca. € 192.500
Amortisationsdauer 5 Jahre
Machbarkeitsstudie wurde im Rahmen des WIN Förderprogramms des Landes Steiermark durchgeführt.


 

Nachweisbare CO2-Einsparung in Tonnen:

ca. 150 Tonnen


 

Projekterfolge:

Presseaussendungen, Auftritte in den Lokal- und Regionalnachrichten
Bewerbung beim Klimaschutzpreis 2009
und KYOCERA Umweltpreis 2009
Best-Practice Beispiele  Klima:aktiv

Nachhaltige/langfristige Perspektiven und Anregungen:

Durch die Messdatenerfassung aus der Demonstrationsanlage sollen Informationen und Erkenntnisse für die Errichtung weiterer solcher Anlagen bzw. ihrer Dimensionierung gewonnen werden, die öffentlich zugänglich gemacht werden. Positiver Effekt: Methode ist praktisch bei allen kommunalen Kläranlagen mit nahegelegenen Betriebsgebäuden einsetzbar.

Motivationsfaktoren:

Die Stadtgemeinde plant die energeiautarke Stadt bis 2015 um zusetzen,aufbauend auf dem  Energieaktionsplan der Stadt Weiz und dem neuen Energieleitbild.  Kooperationspartner: PW Stromversorgungsges.m.b.H; Josef Harb GmbH; Fernwärme Weiz und Wasserwerk Weiz.

nach oben

X

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen