Transfer KLAR! – Expertise nach CZ und Verbreitung von KLAR! in Oberösterreich

Ziel des Arbeitspakets ist es, das österreichische KLAR!-Programm (Klimawandel-Anpassungsmodellregionen) nach Tschechien zu transferieren, bestehende KLAR!-Regionen in Oberösterreich zu stärken und neue Impulse für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu setzen.

Mithilfe von sogenannten Twinning-Partnerschaften zwischen österreichischen und tschechischen Regionen werden Erfahrungen, Strategien und Werkzeuge zur Klimaanpassung ausgetauscht. Gemeinsame Treffen, Best-Practice-Besuche und die Planung grenzüberschreitender Maßnahmen bilden den Kern der Zusammenarbeit. Es soll ein grenzübergreifendes Netzwerk entstehen, das Klimaanpassung regional wirksam verankert, Maßnahmen setzt und die Bevölkerung und die Gemeinden auf dem Weg der Anpassung mitnimmt.

CZ-Delegation im Mühlviertel

Oktober 2025

Im Rahmen des KLAR!-Transfers nach Tschechien besuchte eine Delegation tschechischer Gemeinden im Oktober 2025 die beiden KLAR!-Regionen Mühlviertler Alm und Mühlviertler Kernland, um Einblicke in regionale Ansätze zur Klimawandelanpassung zu gewinnen.

Startpunkt war das Technologiezentrum Freistadt, wo die Gäste bei einem gemeinsamen Frühstück begrüßt wurden. Bürgermeister und EBF-Obmann David Bergsmann eröffnete den Besuchstag, gefolgt von einer Vorstellung der Arbeit der beiden KLAR!-Regionen durch Susanne Moser und Sylvia Steininger. Sie präsentierten aktuelle Projekte, Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung sowie Strategien zur Koordination von Klimaanpassungsaktivitäten auf Gemeindeebene. Romana Sadravetz vom Regionalmanagement OÖ ergänzte den theoretischen Teil mit einem Überblick über aktuelle Förderprogramme für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Im Anschluss stand ein Besuch beim Bauhof St. Oswald bei Freistadt auf dem Programm. Dort gaben Bürgermeister Michael Spörker, Amtsleiter Thomas Zellner und die Bauhofmitarbeiter:innen einen praxisnahen Einblick in ihr Ressourcenmanagement, stellten elektrische Arbeitsgeräte, die PV-Anlage mit Batteriespeicher sowie das neue Biomasseheizwerk vor.

Zum Abschluss führte der Weg ins Tannermoor nach Liebenau, wo Bürgermeister August Reichenberger gemeinsam mit zwei Moorführer:innen durch das revitalisierte Feuchtgebiet führte. Das Tannermoor gilt als Beispiel für gelungenen Wasserrückhalt in der Landschaft und verbindet Klimaanpassung, Naturschutz und Tourismus in besonderer Weise.