Tirol im Wandel – gerecht, mutig, miteinander

Für das Klimabündnis gilt: Kein Klimaschutz ohne soziale Gerechtigkeit. Für ein Tirol, das mutig in die Zukunft geht, ohne jemanden zurückzulassen.
IM Vordergrund ein Globus aus Kork und im Hintergrund Bauernhaus

Jahresthema 2026

Wussten Sie, dass in Österreich die reichsten 10 % der Haushalte für 56 % der Emissionen verantwortlich sind?

Das heißt, dass das Verhalten von wenigen sich negativ auf die Lebensqualität von vielen auswirkt. Gleichzeitig haben Menschen mit geringem Einkommen oft nicht die Möglichkeit, sich vor den Folgen der Klimakrise zu schützen – sie leiden unter Hitze, Luftverschmutzung und steigenden Kosten. Das ist nicht gerecht!

Als Klimabündnis Tirol setzen wir uns dafür ein, dass soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz zusammengedacht werden. 2026 holen wir Menschen, Projekte und Geschichten vor den Vorhang, die Klimagerechtigkeit vorleben.

Was heißt das konkret? Klimapolitik und Maßnahmen für den Klimaschutz müssen soziale Unterschiede berücksichtigen:

Wir befürworten Klimaschutzmaßnahmen, wie eine CO₂ Bepreisung oder das Verbot von Verbrennungsmotoren und fossilen Heizsystemen – jedoch nur, wenn diese sozial ausgewogen gestaltet sind. Höhere Heizkosten, die durch eine CO₂ Steuer entstehen, dürfen nicht auf Mieter:innen abgewälzt werden. Für Menschen, die auf das eigene Auto angewiesen sind, müssen klimafreundliche Alternativen geschaffen werden. Klimaschutz darf kein Luxus sein.

Wir begrüßen jegliche Art von Fördermodellen, die der Reduktion von Treibhausgasen und somit dem Klimaschutz dienen, wie zum Beispiel Förderungen für Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen oder E-Autos. Profitieren können davon jedoch häufig nur Besserverdienende. Gerechte Klimapolitik bedeutet auch ein gerechtes Fördersystem, an dem alle teilhaben können.

Radfahrer auf Gemeindeplatz in Prutz

Klimagerechtigkeit auf lokaler Ebene

Von Mobilität bis Raumordnung – die Handlungsfelder sind vielfältig

  • Wer mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, hat das Recht auf Platz und Sicherheit im Straßenraum. Wir wollen nicht alle Autos von den Straßen verbannen, aber wir wollen eine gerechte und klimafreundliche Lösung für alle.
  • Wer bei Ernährung und Konsum auf Nachhaltigkeit achtet, darf nicht draufzahlen. Biologische und fair gehandelte Produkte dürfen nicht teurer sein, als konventionelle Ware.
  • Wer unter Hitze leidet, braucht öffentliche Orte zur Abkühlung. Menschen mit wenig Einkommen können sich keine teure Klimaanlage für die eigenen vier Wände leisten. Zudem leben sie oft in Ballungsräumen, sogenannten Hitzeinseln, die wenig Grünflächen zur Abkühlung bieten.
  • Maßnahmen zur Klimaanpassung müssen besonders vulnerablen Gruppe, wie alten Menschen, Menschen mit Behinderung und Kindern, zugutekommen.

Unsere Mitglieder und Partner:innen sind handlungsfähig und wir unterstützen sie dabei!

Mit maßgeschneiderten Beratungsprogrammen sowie Workshops und Kampagnen zur Bewusstseinsbildung

Gemeinden & Regionen, Betriebe oder Bildungseinrichtungen können zahlreiche Maßnahmen setzen, um soziale Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Einige Good Practice Beispiele aus unserem Netzwerk:

Öffis für alle: Wer sich kein Öffi-Ticket leisten kann, oder einfach mal Alternativen zum Auto ausprobieren möchte, kann sich in Breitenbach ein Öffi-Ticket leihen.

Gerechter Straßenraum: Besonders vor Schulen braucht es genügend Platz für Menschen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller unterwegs sind. In Landeck ist deshalb eine Schulstraße entstanden.

Bei vielen Green Events liegt der Fokus aus Barrierefreiheit. Das betrifft nicht nur barrierefrei zugängliche Räume für Rollstuhlfahrende oder Kinderwägen. Auch die Kommunikation kann barrierefrei gestaltet werden, durch eine einfache und geschlechtergerechte Sprache, bei der alle mitgenommen werden.

An heißen Tagen ist Wassertrinken oberstes Gebot. In Innsbruck macht eine Initiative Geschäftslokale sichtbar, die gratis Wasserflaschen auffüllen.

Vegetarische Ernährung ist klimafreundlich und gesund. Häufig gibt es für Vegetarier:innen keine attraktiven Speisen auf der Menükarte. Nicht so im Hotel zur Pfeffermühle in St. Anton, wo ein Veggie-Tag alle Gäste erfreut.

Ideen des Monats2026 stellen wir Ihnen Ideen vor, die Klima + Gerechtigkeit zusammendenken.

Logo Mitglied des Monats Hintergrund Verlauf von grün zu blau

Klimagerechtigkeit

Angebote vom Klimabündnis

Ausstellung

„Wir alle sind Zeuginnen und Zeugen – Menschen im Klimawandel“

Radberatung

Gerechteer Straßenraum für alle in der Gemeinde

Workshop

Ich bin mobil – Öffi-Know-How für Migrant:innen