KLIMASCHUTZ IN ST. OSWALD B. FR.

Die Marktgemeinde St. Oswald hat in den letzten Jahren 70 KWPeak PV Anlagen auf gemeindeeigenen Objekten errichtet. Ein Ausbau der bestehenden Anlage ist im heurigen Jahr geplant. Dadurch übernimmt die Gemeinde eine wichtige Vorbildfunktion und zeigt auf, was Getan werden kann, um den Ausbau der heimischen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen zu unterstützen.
Die Straßenbeleuchtung wurde bereits auf energieeffiziente LED Technologie umgestellt, was zu erheblichen Einsparungen beim Stromverbrauch führte. Durch die Reduktion des Stromverbrauchs bei der Straßenbeleuchtung, ohne dabei auf den Komfort moderner Beleuchtung zu verzichten und den laufenden Ausbau der PV-Anlagen konnte der Eigenversorgungsgrad der Gemeinde mit umweltfreundlicher Energie deutlich erhöht werden.
Beim Einkauf wird in der Gemeinde möglichst auf Regionalität geachtet und versucht die dafür benötigten Transportwege kurz zu halten.

PV Anlagen in St. Oswald b. Fr.
Im Zuge der Förderung für Notfallresilienzsysteme über die Klimamodellregion konnten in der
Marktgemeinde St. Oswald folgende PV-Anlagen errichtet werden.
Feuerwehr St. Oswald 12,8 kWp Speicher 21,3 kWh
Freibad 34,8 kWp Speicher 32 kWh
Feuerwehr March 10,4 kWp Speicher 21,3 kWh
Sportplatz 46 kWp Speicher 42,6 kWh
Hauptschule 62,4 kWp Speicher 32 kWh
Gemeindeamt 18,8 kWp Speicher 12 kWh
Feuerwehr Marreith 10,4 kWp Speicher 21,3 kWh

Mit dieser geförderten Investition ist die Markgemeinde St. Oswald für längerfristige Stromausfälle
bestens gerüstet. Die Feuerwehren sowie das Gemeindeamt sind als Einsatzzentralen
Notstromversorgt. Im Freibad, der Hauptschule und am Sportplatz befinden sich Kühlanlagen und
Kochmöglichkeiten, die im Notfall für die Bevölkerung genützt werden können. Alle Anlagen sind
schwarzstartfähig und können somit rein mit Sonnenstrom als Notstromversorgung genützt werden.
Zusätzlich gibt es bei den Feuerwehren Notstromaggregate mit denen die vorhandenen Stromspeicher
bei Schlechtwetter direkt geladen werden können. In Summe wurden rund € 600.000,– investiert. Aus
dem Notfallresilienzförderungsprogramm können voraussichtlich Förderungen in Höhe von
€ 138.200,– lukriert werden. Die Marktgemeinde ist somit auf längerfristige Stromausfälle bestens
vorbereitet.

St. Oswald b. Fr. als Bienenfreundliche Gemeinde
Nach einem Input durch das Bodenbündnis OÖ entwickelten wir Projektideen zu den Handlungsfeldern
„Bienenfreundlicher öffentlicher Raum“, „Bienenfreundlich Garteln und Bewusstseinsbildung“,
„Bienenfreundliche Betriebe“ sowie „Bienenfreundliche Landwirtschaft“. Im Projekt verpflichtend ist
der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auf Flächen der Gemeinde.
Gemeindeflächen werden naturnahe gestaltet, damit Wildbienen einen geschützten Lebensraum
erhalten. Gartenbesitzer werden unterstützt mit Wissen zur Gestaltung eines naturnahen Gartens.
St. Oswalder Betriebe können sich daran beteiligen, ihre Grünflächen ökologisch zu gestalten.
Landwirte erhalten Infos, wie sie ihre Blühflächen nachhaltig sinnvoll anlegen.

Umweltzeichen Auszeichnung Schule
Seit 06.12.2023, nach dem erfolgreichen Audit, darf St. Oswald b. Fr. als Schule diese Auszeichnung
offiziell führen.
Im Zentrum steht, dass in der Schule bewusst auf Nachhaltigkeit, Sorgsamkeit im Umgang mit
Ressourcen vorgelebt und unterrichtet wird. Mit vielen Projekten und Aktivitäten wird dies an der
Schule gelebt und aufgezeigt. Nicht eine einmalige Aktion, sondern das Selbstverständnis im Alltag soll
im Vordergrund stehen, denn es zählen die vielen kleinen Dinge um unsere Umwelt (Natur, Menschen,
Gemeinschaft,…) lebenswerter zu machen.

Planung eines Fernwärme-Heizwerkes
Die Gemeinde St. Oswald b. Fr. plant zurzeit einen mit Hackschnitzel betriebenen Heizcontainer,
welcher im Bauhof-Gelände platziert wird. Mithilfe dieses Fernwärme-Heizwerkes können die
Gemeindebetriebe wie der Bauhof selbst, als auch das ASZ Gelände versorgt werden. Weiters können
auch Gebäude wie die Freiwillige Feuerwehr St. Oswald b. Fr. und die Musikkapelle angeschlossen
werden. Auch privaten Haushalten wird hier ein Anschluss und somit eine klimafreundliche
Heizungsmöglichkeit ermöglicht. Verwaltet wird das Heizwerk nicht durch Dienstleister, sondern von
der Gemeinde selbst

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Marktgemeinde St. Oswald bei Freistadt